Derby in Wiesau gefährdet

Am Sonntag um 14 Uhr steigt im Wiesauer Sportzentrum das Stiftlandderby zwischen der abstiegsgefährdeten SpVgg Wiesau und Tabellenführer SV Poppenreuth. Das Hinspiel gewann der SVP (Lukas Jankovsky, Mitte) gegen die SpVgg (Martin Brunner und Jan Frederik Spörrer, Nummer 5) mit 5:1. Bild: hho

Das Bezirksliga-Derby zwischen der SpVgg Wiesau (12./33 Punkte) und Tabellenführer SV Poppenreuth (1./50) am Sonntag, 12. April, um 14 Uhr steht auf der Kippe! Die Gemeinde Wiesau erwägt, den stark beschädigten Platz im Sportzentrum zu sperren.

Wiesau/Poppenreuth. (kap) Die Vorfreude ist riesig, alles ist angerichtet, nur der Platz im Sportzentrum bereitet Sorgen. Laut SpVgg-Trainer Markus Pappenberger erwägt die Gemeinde Wiesau das arg ramponierte Spielfeld nicht freizugeben. "Zurzeit sind Mitarbeiter damit beschäftigt, die Schäden notdürftig auszubessern. Eine Entscheidung wird es vermutlich erst am Samstag geben. Die beiden Spiele vor zwei Wochen hat der Platz nicht verkraftet", sagte Pappenberger am Freitag. "Es hat mächtigen Ärger gegeben."

Pappenberger zufrieden

"Wir freuen uns auf das Derby. Wir trainierten in Falkenberg und auf dem Sandplatz. Die Mannschaft ist nach den vier Punkten vom Osterwochenende selbstbewusst und heiß", sieht der Wiesauer Coach der Partie zuversichtlich entgegen. Lob und Komplimente verteilte Pappenberger an seine Akteure nach den Auftritten in Kulmbach (2:2) und Mistelbach (3:1). "Vier Punkte aus den beiden Spielen hätte ich sofort unterschrieben. Pech in Kulmbach und Glück in Mistelbach hielten sich schließlich die Waage. Unterm Strich bin ich total zufrieden."

Gegen den Tabellenführer sieht Pappenberger sein Team klar in der Außenseiterrolle, aber die liegt ihm. Auch wenn in der Tabelle Welten zwischen beiden Mannschaften liegen, sind die Hausherren nicht chancenlos. "Wir halten dagegen, egal wer kommt", verspricht Pappenberger. Nicht vergessen ist natürlich die deftige 1:5-Niederlage aus der Vorrunde. "Da führten wir 1:0, hatten das 2:0 auf dem Fuß und hielten eigentlich gut dagegen. Aber nach drei Toren binnen sieben Minuten brachen alle Dämme. So etwas passiert uns nicht noch einmal." Personell sind die Wiesauer gut aufgestellt, es fehlt nur der rotgesperrte André Hollmann.

Der Spielausfall am vergangenen Wochenende gegen Neudrossenfeld II liegt SV-Spielertrainer Miloslav Janovsky schwer im Magen. Der Tabellenführer hat nun schon drei Nachholspiele auszutragen. Das heißt, dass binnen fünf Wochen zehn Begegnungen anstehen. Volle Konzentration gilt natürlich zunächst dem anstehenden Derby. Das wird mit Sicherheit kein Spaziergang, benötigt doch die Heimelf im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler. In Wiesau setzt Janovsky auf seinen bewährten Kader und versäumt es nicht, ihn auf dieses besondere Spiel einzustimmen. "Die Hausherren werden bestimmt alles versuchen, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren." Ein besonderes Augenmerk richtet Janovsky auf den Wiesauer Torjäger Martin Brunner. Im Gegenzug setzt er auf die Durchschlagskraft seiner eigenen Sturmreihe und will natürlich einen Sieg verbuchen.

SpVgg Wiesau: Mötsch, Dutz, Sebastian Höfer, Fischer, Wührl, Saller, Bartl, Wölfel, Brunner, Gül, Rahn, Kreuzer, Neudert, Lauton, Schuller

SV Poppenreuth: Sourek, Peroutka, Hanys, Veleman, Komberec, Jankovsky, Sikora, Nickl, Janovsky, Sekac, Fiterer, Sladecek, Yazici, Heidel, Hostalek, Topcu, Tomusko
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