Derbyniederlage für Blue Devils

Die Blue Devils verloren am Freitagabend das Derby gegen den VER Selb mit 2:4. Hier hat Marius Pöpel (Mitte) gegen Achim Moosberger das Nachsehen, links der Selber Dennis Schütt. Bild: Gebert

Ein Drittel durften die Blue Devils auf eine Überraschung hoffen. Doch dann drehten die Selber Wölfe auf und stellten mit vier Toren innerhalb von neun Minuten die Weichen auf Sieg. Am Ende stand die 13. Niederlage der Weidener in Folge.

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend das Derby gegen den VER Selb mit 2:4 (1:0, 0:4, 1:0) verloren. Die Weidener boten dem Favoriten vor allem im ersten Drittel glänzend Paroli und hätten zu diesem Zeitpunkt höher als 1:0 führen können. Dann jedoch kamen die Oberfranken besser in Schwung und wendeten das Blatt.

Ein Tscheche kommt

Lob für die Fans gab es nach dem Match von Thomas Siller: "Danke für die großartige Unterstützung nach so vielen Niederlagen." Zudem kündigte der Vorsitzende an, dass am Dienstag ein neuer Kontingentspieler aus Tschechien erstmals trainieren und einen Vertrag unterschreiben soll. Devils-Trainer Josef Hefner war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. "In der Defensive haben wir wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Vor allem im ersten Drittel haben wir taktisch sehr gut gespielt." Gästecoach Cory Holden sprach von einem "typischen Derby mit Schlägereien und allem, was dazugehört". Weiden sei der erwartet schwere Gegner gewesen. "Im ersten Drittel hat uns unser Torwart Marko Suvelo im Spiel gehalten."

Verdiente Führung

Die Blue Devils zeigten keinen Respekt vor dem Favoriten. In Unterzahl hatte Ales Jirik schon in der dritten Minute das 1:0 auf dem Schläger. Die verdiente Führung besorgte Veit Holzmann in der 11. Minute. Im weiteren Verlauf versäumten es die Weidener, den zweiten Treffer nachzulegen. Fast eine Minute mühten sie sich in doppelter Überzahl vergeblich gegen die Selber Abwehr und den starken Keeper Suvelo.

"Im ersten Drittel waren wir nicht konzentriert, danach sind wir auch viel kompakter aufgetreten", meinte der Selber Trainer Cory Holden. Seine Mannschaft forcierte das Tempo und setzte die Blue Devils immer stärker unter Druck. Die Selber waren auch robuster, sie gewannen fast alle Zweikämpfe in der Ecke und an der Bande. Zudem häuften sich in dieser Phase die Hinausstellungen auf Weidener Seite. "Die Strafen haben das Spiel entschieden", sagte Devils-Verteidiger Ralf Herbst, der aber ebenso wie Coach Josef Hefner von einer Steigerung sprach.

Die Chancen der Gäste häuften sich und die Tore fielen zwangsläufig. Das 1:1 markierte Patrick Schmid, als die Devils nach einer Strafe gerade wieder komplett waren (27.). Das 2:1 (29.) durch Achim Moosberger und das 4:1 (36.) durch Eric Neugebauer erzielte Selb jeweils im Powerplay. Dazwischen hatte Herbert Geisberger zum 3:1 (31.) getroffen. Bei allen Gegentoren wurde eine Weidener Schwäche deutlich: Die Gäste arbeiteten vor dem Kasten energischer.

Gut drei Minuten vor dem Ende des zweiten Abschnitts musste wegen eines Defekts am Plexiglas die Drittelpause vorgezogen werden. Nach der Fortsetzung gab es nicht mehr viele Höhepunkte. Die Selber kontrollierten clever das Geschehen, die Weidener waren nicht in der Lage, dem Spiel eine Wende zu geben. Dennoch gelang dem Tschechen David Pojkar mit seinem ersten Tor für die Blue Devils noch das 2:4 (59.).

Am Sonntag in Bad Tölz

Am Sonntag, 14. Dezember, wartet die nächste harte Prüfung auf die Blue Devils. Um 18 Uhr treten die Weidener beim EC Bad Tölz an.
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