Des Pfarrers neue Kleider

Das Mockersdorfer Trio Agnes Horn, Ursula Dadder und Peter Meier (von rechts) hatten beim Verwirrspiel um die Zahl 28 die Lacher auf ihrer Seite. Bild: hia

Passend zum Pfarrfasching schlüpfte Pfarrer Sven Grillmeier in sein komödiantisches Gewand. Vielseitig, wortgewandt und pointiert sorgte er für Lacher en masse. Dennoch war der Geistliche bei Weitem kein Alleinunterhalter.

Ginge es nach den schauspielerischen Darbietungen, muss sich der Pfarrfasching nicht vor dem Veitshöchheimer, Mainzer oder Düsseldorfer Fasching verstecken. Zwar fanden dieses Mal nicht so viele Maschkerer wie in den vergangenen Jahren den Weg ins Pfarrheim. Umso mehr sorgten die Akteure mit bühnenreifen Büttenreden und Sketchen für ein "Dauerfeuer" an Unterhaltung.

Familie Schiefmaul

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats hatten alles stimmungsvoll dekoriert. Für den Auftakt sorgte Pfarrer Sven Grillmeier. In einer solistischen Glanzleistung an Mimik, Gestik und Pointierung schlüpfte er in die vier Rollen der Familie Schiefmaul, deren Mitglieder vergeblich versuchten, eine Kerze auszublasen. Zusammen mit Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Thomas Horn spielte der Geistliche die Rolle eines alten Ehepaares, das in Erinnerungen an die ach so viel schöneren früheren Zeiten schwelte. Das Mockersdorfer Trio Agnes Horn, Ursula Dadder und Peter Meier hatten beim Verwirrspiel um die Zahl 28 die Lacher auf ihrer Seite.

Was rauskommt, wenn jemand anstatt in einer Partner-Vermittlung in einer Agentur zur Hunde-Vermittlung landet, das präsentierten die Frauenbundvorsitzende Gertrud Zetlmeisl und Elvira Meier. Mit dabei war auch die 80-jährige Reim-Koryphäe Traudl Schirmer. Sie beschrieb in wunderschönen Zeilen ihre Heimat, wollte als Gnom aber auch auf Reisen nach Rom gehen. Das Sahnehäubchen setzte dem komödiantischen Programm wiederum Pfarrer Grillmeier mit dem Gassenhauer "A Glaserl Eigenurin" der Musikkabarett-Gruppe "Couplet-AG" auf.

Buntes Treiben herrschte zeitgleich in den Jugendräumen. Die Pfadfinder bescherten den Kleinen mit Disco-Musik und lustigen Spielen einen unterhaltsamen Nachmittag. Dabei wimmelte es von putzigen Tier- und Märchenfiguren sowie Gestalten aus dem Reich der Fantasie. Auch Klassiker wie Cowboys, Indianer, Ritter und Räuber fanden sich im Getümmel. Ob als Harry Potter, Biene Maja oder Dalmatiner - die Kinder hatten ihre Freude. Auch so manche Mutter hatte sich mit den Kleinen in den kostümierten Partnerlook geworfen. Natürlich durften die Reise nach Jerusalem, das Hut- und Zeitungsspiel ebenso wie der Ententanz und der Eierlauf nicht fehlen. Vor der Maskenprämierung zog eine lange Polonaise durch die Räumlichkeiten.
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