Detag Wernberg und SC Katzdorf kommen nicht richtig in Schwung
Duell der Gebeutelten

(lfj/aho) Nach der enttäuschenden Leistung im Derby gegen die SpVgg Pfreimd hat der TSV Detag Wernberg seine Pflicht getan und das Derby beim Schlusslicht SC Luhe-Wildenau mit 3:0 gewonnen. Es war ein Pflichtsieg, die Leistung nicht berauschend, hat aber letztendlich zu einem klaren und ungefährdeten Sieg gereicht. Wie schon in den Spielen zuvor trat bei den Köblitzern wieder die eklatante Abschlussschwäche zum Vorschein, sonst wäre die Begegnung bereits in der ersten Halbzeit entschieden gewesen.

Im Heimspiel gegen den SC Katzdorf am Samstag (16 Uhr) sollten sich die Mannen um das Trainergespann Dominik Heimler und Christian Luff auf ein ganz anderes Kaliber einstellen (Letzterer schnürte in Luhe-Wildenau aufgrund der personellen Probleme erstmals nach zwei Jahren Pause wieder selbst die Treter und stand in der Startelf). Die Truppe des neuen Trainers Hans-Jürgen Plößl verfügt über schnelle Offensivspieler, die fürs Konterspiel geradezu prädestiniert sind. Am Mittwoch im Nachholspiel bei der SpVgg Vohenstrauß musste die Elf aus dem Landkreis-Süden eine 2:4-Niederlage hinnehmen, die in erster Linie auf eine verschlafene erste Halbzeit zurückzuführen war. Dass die Katzdorfer selbst nach einem 0:4-Rückstand nicht aufsteckten und versuchten ran zu kommen, spricht für deren Moral. Der Sport-Club steht nach vier sieglosen Spielen (nur ein Punkt) unter Siegzwang und wird im Detag-Stadion versuchen, die Punkte mitzunehmen.

Die "Lila-Weißen" wären gut beraten, nicht nur die Möglichkeiten konsequent zu verwerten, sondern auch in der Defensive gut aufzupassen, um die schnellen SC-Angreifer nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Der TSV braucht selbst dringend drei Punkte, um sich etwas aus der Gefahrenzone zu befreien. Das Wernberger Trainerduo plagt sich seit Wochen mit Personalproblemen herum, die im Landkreis-Duell noch drastischer werden können. Emanuil Petrov und Bastian Dütsch kehren zwar zurück, doch Kevin Mann ist gesperrt und Lukas Sklenar wird ebenso beruflich bedingt fehlen wie Tomas Cihelka und Juri Litke. Außerdem ist der Einsatz einiger angeschlagener Spielers unwahrscheinlich. Unter diesen Umständen gehen die Gäste als Favorit ins Match, das der TSV aber unbedingt gewinnen will.

Beim SC Katzdorf ist der Motor etwas ins Stottern geraten. Der letztjährige Aufsteiger verlor nicht nur sein Heimspiel gegen Grafenwöhr, sondern auch das Nachholspiel in Vohenstrauß und ist dadurch ins hintere Tabellendrittel abgerutscht. In Wernberg hofft die Elf von Hans-Jürgen Plößl auf ein Ende der Negativ-Serie. Es wartet aber keine leichte Aufgabe auf den Sport-Club, der bisher nicht in Tritt kommt. Die Aufstiegseuphorie, die im Vorjahr für zusätzliche Motivation gesorgt hatte, ist weg und die Gegner haben sich auf die Katzdorfer Spielweise eingestellt. Zudem werden die Torchancen nicht mehr so konsequent genutzt. Gegen Wernberg will Trainer Plößl die Abwehr verstärken, um es den Detag-Angreifern schwer zu machen. Neben einigen verletzten Spielern fehlt der gesperrte Christian Mulzer.
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