Deutsch-schwedisches Trio "Strömkarlen" entführt begeistertes Publikum in die sagenhafte Welt ...
Mystik und Räucherfisch zum Jubiläum

In Dresden haben sich die Mitglieder des Trios "Strömkarlen" kennengelernt. Guido Richarts, Christina Lutter und Stefan Johansson (von links) enttäuschten ihre Fans auch beim zweiten Auftritt in Waldershof nicht. Bild: kro
Es war ein Abend voller Legenden, voller Mystik und Melancholie. Das Trio "Strömkarlen" begeisterte nach April 2012 nun schon zum zweiten Mal beim Waldershofer Kultourismus-Verein, der zu seiner 25. Kulturnacht eingeladen hatte. Auch für die Band gibt es 2015 ein Jubiläum zu feiern, denn sie besteht schon seit zehn Jahren.

Zauberhafte Stimmung

Hervorragende Voraussetzungen also für ein gelungenes Konzert. Das einzige, was etwas störte, war eine freche, kleine Fliege, die immer wieder zwischen den Gesichtern der Musiker hin und her flog und sich schon mal auf einer Nasenspitze ausruhte.

In ihrer Begrüßung sagte Friederike Sonnemann, die Vorsitzende des Vereins, dass man nach dem großen Erfolg beim ersten Auftritt des Trios im Kramer-Stodl keine Mühen gescheut habe, die Formation ein zweites Mal nach Poppenreuth zu holen. In ihrem gut zweistündigen Konzert boten der aus Nordschweden stammende Stefan Johansson sowie Christina Lutter und Guido Richarts einen Konzertabend mit einem "vollen melancholischen Optimismus", wie es Johansson umschrieb.

Nach Wassergeist benannt

Der Sound entführte in die Zauberwelt Nordeuropas, in die Welt von Odin, Thora oder Freya, zu sagenumwobenen Helden, Riesen und Zwergen. Ob alte Musik aus Skandinavien, aus Island, von den Färöer-Inseln oder auch aus Schottland, die Zuhörer waren ganz gebannt von der mystikgeladenen Stimmung, eindrucksvoll zelebriert von "Strömkarlen". Der Name der Gruppe stammt übrigens von einem Wassergeist, der in den Flüssen Schwedens mit den bezaubernden Klängen seiner Fiedel unbedarfte Wanderer in die Fluten lockt. Eine ähnlich unwiderstehliche Wirkung entfaltete der Auftritt der Musiker, die mit Gesang, Gitarre, Tin-Whistle, Gitarre, Kontrabass und Bodhrán in die Weiten des europäischen Nordens lockten. Erst nach mehreren Zugaben durften sie von der Bühne. Nicht nur das Konzert war ein Genuss der Extra-Klasse, auch kulinarisch hatte das 20-köpfige Organisationsteam des Kultourismus-Vereins wieder einiges vorbereitet. Diesmal gab es vornehmlich leckere Häppchen aus Schweden, unter anderem "Kvällsmat" (Räucherfischsalat im Glas), eine schwedische Kartoffelsuppe ("Potatissoppa") und einen Fisch-Muffin-Salat.
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