Deutsche Meisterschaft abgesagt - Aktuelle Lage das Thema der Monatsversammlung
Flüchtlinge stoppen Reservisten

Der Ansturm von Flüchtlingen und Asylsuchenden hat sich zu einer Aufgabe von nationaler Tragweite entwickelt - und hat Auswirkungen auf den Dienstbetrieb bei der Bundeswehr und auf Aktivitäten des Reservistenverbandes. In der Monatsversammlung der Reservistenkameradschaft wurde dies alles ebenso thematisiert wie Anerkennungsquoten und Hintergründe zu den Herkunftsländern.

Vorsitzender Johannes Schreglmann ging zunächst auf den Tagesbefehl des Generalinspekteurs der Bundeswehr vom 14. September ein. Volker Wieker begründet die Absage der Deutschen Reservistenmeisterschaft in Roth darin mit den Herausforderungen, die zu Einschränkungen im Dienstbetrieb der Streitkräfte führten und bisherige Planungen in Frage stellten. Schreglmann bedauerte, dass die sich über ein Jahr hinziehenden Vorbereitungen und beruflichen Freistellungen der Wettkämpfer damit ins Leere laufen.

Wer bei der Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge und Aslybewerber helfen wolle, könne dies tun, informierte Schreglmann: Reservisten im Zuge von Dienstleistungstagen, Soldaten als Amtshilfe der Streitkräfte nach Artikel 35 Grundgesetz. Ein Engagement wäre insbesondere erforderlich in Sammel- oder Warteräumen, Flüchtlingsverteilerzentren und -aufnahmestellen sowie im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und dessen Außenstellen.

Die ständig steigenden Asylbewerberzahlen haben zu kontroversen Reaktionen und Debatten geführt. Walther Hermann bemängelte, dass die Situation in der Heimat dieser Menschen oft außer Acht gelassen werde und es deswegen oft an Verständnis für sie mangele. Er ging deshalb detailliert auf die Situation in den Hauptherkunftsländern Syrien, Irak, Eritrea, Nigeria und den Balkanstaaten sowie die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ein.

Vorsitzender Johannes Schreglmann rundete den Informationsabend mit der Aufzählung von Ereignissen ab, die sich in den vergangenen 100 Jahren am Datum des Tages der Versammlung zugetragen haben.
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