Deutsche Polizeigewerkschaft feiert 60. Geburtstag und präsentiert umfangreiche Wunschliste - ...
Neues Personal für neue Aufgaben

Altenstadt/WN. (adj) Mit 18 000 Mitgliedern ist der Landesverband Bayern der Deutschen Polizeigewerkschaft im Deutschen Beamten Bund die größte Polizeigewerkschaft in Bayern. Seit 60 Jahren gibt es den Kreisverband Weiden. Dies wurde im vollbesetzten großen Saal von "D'Wirtschaft" gebührend gefeiert.

Mit über 300 Mitgliedern hat sich der Kreisverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Weiden zum zweitgrößten Kreisverband in der Oberpfalz gemausert. Am 13. Juni 1954 schlossen sich der der Bayerische Polizeibeamtenverband, der Landespolizei Beamtenverband und der Bereitschaftspolizei Beamtenverband in Coburg zum Bayerischen Polizeiverband im Beamtenbund zusammen. Bereits im November gründeten 20 Polizisten den Kreisverband Weiden. Die Vorsitzenden des Kreisverbandes waren Wilhelm Hammelbacher (1954 bis 1971), Georg Welzl (1971 bis 1979), Günther Roitsch(1979 bis 1987), Herbert Gradl (1987 bis 1999), Peter Schramek (1999 bis 2013) und Peter Würdinger (ab 2013).

Personelle Weichen gestellt

In der Amtszeit des Ehrenvorsitzenden Herbert Gradl stieg die Mitgliederzahl auf über 200 an und der Kreisverband wurde zu einer festen Größe im Landesverband. Die Personalratsarbeit wurde forciert, Kontakte zu Politikern geknüpft und auch die gesellschaftliche Seite kam nie zu kurz. Sein Nachfolger Schramek setzte ebenfalls auf eine gesunde Mischung von Gewerkschafts- und Personalratsarbeit sowie auf gesellschaftliche Angebote für die Mitglieder. 2013 wurden mit einer Verjüngung des Vorstands die Weichen für die Zukunft gestellt.

Alfons Ernstberger vom Kreisausschuss des Beamtenbundes lobte die gute Arbeit des Kreisverbandes. Gewerkschaften seien notwendiger denn je. Der Zusammenhalt der Mitglieder, auch der Pensionisten, mache den Erfolg aus. Nur gemeinsam könne man den Generalangriff der Arbeitgeber auf das Erreichte abwehren.

Eine Wunschliste legte Bezirksvorsitzender Michael Hinrichsen auf den Tisch. Er wünsche sich Politikerinnen, "die auch wissen, von was sie reden", neues Personal für neue Aufgaben, Polizeigebäude, "bei denen wir nicht die Mängel verwalten müssen", verlässliche Politik, die keine Zusagen mache, "die wir von der Polizei nicht einhalten können", gleiches Geld für gleiche Arbeit, keine befristeten Arbeitsverhältnisse, die Ächtung jeglicher Gewalt gegen die Polizei, aber auch durch die Polizei.

Angespannte Personallage

Polizeipräsident Rudolf Kraus dankte für die immer gute Zusammenarbeit im Sinne der Kollegen. Man merke, dass hier die Menschen im Mittelpunkt stünden. Er dankte allen für ihre engagierte Arbeit Tag für Tag. Die Personalsituation sei angespannt und für alle nicht zufriedenstellend. "Es gibt Defizite und es ist mir nicht gelungen, in den letzten Jahren den Personalstand nach vorne zu bringen." Dies sei die Herausforderung für die Zukunft.

"Wir besetzten die Themen, die den Kollegen auf den Nägeln brennen", sagte Landesvorsitzender Hermann Benker. Er ging auf die aktuelle gewerkschaftliche Tagespolitik ein und sprach die Beförderungssituation, die Arbeitszeiten, die Mindestaltersgrenze, Stellenbesetzungen und die neuen Uniformen an. Er forderte alle Beamten auf, sich auch über eine private Vorsorge nachzudenken.
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