Deutschlands Vize-Dirigentin

Eva-Maria Leeb aus Neusorg landete bei einem Chorleitungs-Wettbewerb junger Kirchenmusiker auf dem zweiten Rang. Bild: hfz

Acht junge Kirchenmusiker aus ganz Deutschland qualifizierten sich für einen Chorleitungs-Wettbewerb in Rottenburg am Neckar. Auf dem Treppchen landete eine Neusorgerin.

Unter dem Leitwort "Spitzenklänge" fand in Rottenburg am Neckar ein Chorleitungs-Wettbewerb für junge Kirchenmusiker statt. Veranstalter war der Allgemeine Cäcilienverband (ACV) Deutschland in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Aus der Vielzahl der Bewerber qualifizierten sich acht junge Künstler, die sich in zwei Durchgängen mit dem Hochschulchor sowie dem Rottenburger Domchor der Jury schwerpunktmäßig mit geistlicher Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts präsentierten. Mitglieder der Jury waren unter anderem Monsignore Professor Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn), Kirchenmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer (Passau) und Domkapellmeister Christian Schmitt (Rottenburg).

Die Farben Bayerns hielt Eva-Maria Leeb hoch. Die 29-Jährige stammt aus Neusorg (Landkreis Tirschenreuth) und ist seit 2009 Kirchenmusikerin in der Pfarrei "Mariä Verkündigung" in Tegernheim vor den Toren der Stadt Regensburg. Zudem ist sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik Regensburg (Dirigiertechnik und Kinderchorleitung) sowie als Dozentin für Stimmbildung und Chorgesang an der Fachakademie für Sozialpädagogik Regensburg bestellt.

Der besondere Reiz des Wettbewerbs lag zum einen darin, dass die Kandidaten mit ihnen fremden Chören zeitgenössische Literatur aus dem Chorbuch "Cantica nova" des Allgemeinen Cäcilienverbandes erarbeiten mussten. Zum anderen wurden ihnen die höchst anspruchsvollen Werke zugelost. Eva-Maria Leeb bekam es zu tun mit "Deus fidelis, Amen verum" ("Der treue Gott, das wahre Amen") des Komponisten Heinz Martin Lonquich (1937 bis 2014) sowie "Beati quorum via" ("Wohl denen, deren Wandel ohne Tadel ist") von Charles Villiers Stanford (1852 bis 1924). Mit ihrer Vorstellung an beiden Tagen überzeugte Eva-Maria Leeb die Jury. Der Lohn: der zweite Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 1000 Euro. Der erste Preis (Preisgeld 1500 Euro) ging an Lisa Hummel aus Freiburg.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.