Devils geben Rote Laterne ab

Die Entscheidung im Kellerduell zwischen den Blue Devils und dem EV Füssen: 62 Sekunden vor der Schlusssirene schoss Ales Jirik (rechts) zum 4:2-Endstand ein. Bild: Gebert

Erstes Sechs-Punkte-Wochenende für die Blue Devils: Die Weidener gewannen am Sonntag das Kellerduell gegen den EV Füssen und gaben damit die Rote Laterne an die Allgäuer ab. Mit dem dritten Sieg in den letzten vier Partien setzten die Devils ihren Aufwärtstrend fort.

Weiden. (gb) "Meine Mannschaft hat sich am Freitag in Peiting und heute gegen Füssen für ihre Leistung belohnt", freute sich Josef Hefner über das erste Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Saison. "Der Sieg ist verdient, die Jungs haben 60 Minuten hart gearbeitet, konzentriert und konstant gespielt", sagte der Trainer der Blue Devils nach dem 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)-Erfolg gegen den EV Füssen. Sein Kollege Markus Gmeiner meinte, seine Mannschaft habe gut mitgespielt und sei nicht schlechter gewesen. "Die entscheidende Situation war der Fehler eines meiner jungen Verteidiger vor dem 3:2", erklärte der Gästecoach.

Die Blue Devils mussten im Duell Letzter gegen Vorletzter auf Ralf Herbst verzichten. Der Verteidiger hatte am Freitag in Peiting den Puck bei einem Schlagschuss an den Knöchel bekommen. Die Position von Herbst im ersten Abwehrblock übernahm Marius Pöpel.

1:0 nach 29 Sekunden

Die Weidener erwischten einen Start nach Maß: Bereits nach 29 Sekunden gelang Oleg Seibel das 1:0. Doch die Freude währte nur kurz, denn in Überzahl traf Björn Friedl in der zweiten Minute zum 1:1. Die Devils hatten in der Folgezeit Vorteile und ein klares Chancen-Plus. Das große Manko war neben der Chancenverwertung das Powerplay. Drei Überzahlmöglichkeiten ließen die Weidener ungenutzt. Auf der Gegenseite verhinderte der starke Daniel Huber mit einer tollen Parade gegen Joshua Burnell das zweite Gegentor.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Marcel Waldowsky die Devils zum zweiten Mal in Führung. Nach einem Abpraller des Torwarts nahm "Waldi" die Scheibe aus der Luft und schoss ein (25.). Dieser Treffer gab aber nicht die nötige Sicherheit, im Gegenteil: Füssen wurde stärker, kam zu Chancen und durch Lukas Gohlke zum Ausgleich (35.). "Im zweiten Drittel haben wir viel Druck ausgeübt und das 2:2 war ein positives Ergebnis", sagte Gmeiner.

Nach Wiederbeginn nahmen die Weidener wieder das Heft in die Hand. "Wir hatten heute den Willen, das entscheidende Tor zu machen", lobte Hefner seine Cracks. In der 51. Minute schoss Konstantin Firsanov die Blue Devils zum dritten Mal in Front. Und diesmal ließen sich die Gastgeber nicht mehr vom Kurs abbringen. Ales Jirik machte 62 Sekunden vor Schluss mit seinem Powerplay-Tor zum 4:2 alles klar. Damit war der erste Heimsieg unter Josef Hefners Regie perfekt.

"Das war insgesamt eine gute Leistung gegen einen Gegner, der in den vergangenen Wochen auch starke Leistungen gezeigt hat", freute sich Josef Hefner, der überzeugt ist, dass der jetzt erreichte vorletzte Platz nur eine Zwischenstation sei. "Ich bin sicher, dass wir am Ende der Vorrunde weiter oben stehen als jetzt." Zufrieden äußerte sich bei den Pressekonferenz auch Keeper Daniel Huber. "Unser Spiel lebt vom Kampf. Wir kämpfen von der ersten bis zur letzten Minute, das macht uns stark", sagte der Rückhalt der Blue Devils.

Am Dienstag in Bad Tölz

Für die Blue Devils geht es ohne Verschnaufpause weiter. Am Dienstag, 6. Januar, treten sie um 18 Uhr zu einer vorgezogenen Partie des 40. Spieltages beim Tabellenfünften EC Bad Tölz an. Vielleicht dann wieder mit Verteidiger Ralf Herbst, dessen Verletzung nach eigener Aussage nicht so schlimm sei.
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