Devils geben Sieg aus der Hand

Drei Mal hatten die Blue Devils in dieser Saison den EV Füssen bisher bezwungen (Szene vom 4:2-Heimsieg am 4. Januar mit David Pojkar, links, und Marius Pöpel, rechts), am Freitag zogen sie im vierten Vergleich den Kürzeren. Im Allgäu verloren die Weidener mit 2:3 nach Verlängerung. Bild: Gebert

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison haben die Blue Devils in der Schlussphase einen greifbar nahen Sieg noch verspielt. Im Kellerduell beim EV Füssen führten sie bis zur 57. Minute mit 2:1, kassierten dann den Ausgleich und verloren schließlich in der Verlängerung.

Füssen. (gb) Die Blue Devils wollten am Freitagabend die Rote Laterne im Allgäu lassen und bis knapp dreieinhalb Minuten vor Ende der Partie beim EV Füssen sah es auch danach aus. Das Schlusslicht aus der Oberpfalz führte beim Tabellenvorletzten mit 2:1, doch dann brach wieder einmal das Unheil über die Weidener herein. Am Ende nahmen sie nach der bitteren 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung wenigstens einen Zähler mit auf die Heimreise, trösten konnte sich Josef Hefner mit diesem Punkt aber nicht. Vielmehr war der Devils-Trainer verärgert: "Langsam wird es unheimlich. Wir sind auf der Siegerstraße und lassen uns den Sieg noch aus der Hand nehmen." Fünf Tage zuvor hatten die Devils gegen Bad Tölz einen 3:1-Vorsprung durch drei Gegentore innerhalb von 97 Sekunden verspielt.

Die Weidener mussten beim Versuch, den vierten Erfolg gegen Füssen in dieser Saison zu landen, stark ersatzgeschwächt antreten. Es fehlten die verletzten Dominik Schopper, Craig Voakes und Daniel Willaschek sowie die erkrankten Nico Ehmann, Philipp Gejerhos, Marco Pronath und Lukas Salinger. Josef Hefner standen somit nur 14 Feldspieler - 5 Verteidiger und 9 Stürmer - zur Verfügung. "Füssen spielte mit vier Sturmreihen und hatte am Ende mehr Kraft", sagte der Devils-Trainer.

Zu Beginn spielten die Blue Devils gleich drei Minuten in Überzahl, zwei davon mit zwei Mann mehr. Zählbares sprang allerdings nicht heraus. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels hatten die Gäste laut Hefner das "bessere Schussverhältnis", ein Tor gelang jedoch nicht. "Jiri Kuchler und Philipp Siller hatten bei Alleingängen die Führung auf dem Schläger", trauerte der Coach den großen Möglichkeiten nach. Jubeln durften auf der Gegenseite die Füssener, als Vladimir Kames in der 17. Minute das 1:0 erzielte. Devils-Goalie Daniel Huber war ohne Chance.

Im zweiten Abschnitt gaben die Blue Devils Gas. "Vor allem die ersten zehn Minuten haben wir super gespielt", lobte Hefner sein Team. Den Lohn gab es aber erst gegen Ende des Drittels. Zunächst markierte Konstantin Firsanov das 1:1 (37.), dann brachte Marcel Waldowsky die Gäste in Unterzahl sogar in Führung (40.).

Den Vorsprung verteidigten die Weidener lange Zeit clever. Allerdings häuften sich im Schlussdrittel die Strafzeiten für die Gäste - insgesamt zehn Minuten. "Da waren einige unverständliche Strafen dabei", übte Hefner Kritik am Schiedsrichter. Vier Hinausstellungen überstanden die Devils unbeschadet, bei der fünften gelang George Kink das 2:2 (57). In dieser Situation ärgerte sich Hefner auch noch über etwas anderes: "Ich schicke die erfahrenen Leute aufs Eis und die kassieren das Gegentor." Damit ging es in die Verlängerung und hier schlug der Kanadier Joshua Burnell nach exakt 1:57 Minuten zu.

Sonntag gegen Deggendorf

Am Sonntag, 25. Januar, empfangen die Blue Devils um 18.30 Uhr den Deggendorfer SC. Dann dürfte zumindest Verteidiger Daniel Willaschek wieder dabei sein.
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