Devils mit der großen Chance

Trainer Fred Carroll ist mit dem Start in die Oberliga-Saison zufrieden. Drei Punkte holten die Blue Devils am ersten Wochenende. Nach dem 2:5 in Peiting besiegten sie den EV Füssen mit 9:3. Und jetzt wollen die Weidener natürlich nachlegen.

Weiden. (gb) "Der Sieg hat den Jungs gut getan", freut sich Fred Carroll über den überzeugenden Heimerfolg gegen den EV Füssen am vergangenen Sonntag. "Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, ist auch in den nächsten beiden Spielen etwas machbar", ist der Deutsch-Kanadier überzeugt. Am Freitag, 3. Oktober, um 20 Uhr empfangen die Blue Devils den ERC Sonthofen und am Sonntag, 5. Oktober, um 18 Uhr treten sie beim TSV Erding an.

Hartnäckige Grippe

Personell kann der Weidener Coach vermutlich mit einer Ausnahme aus dem Vollen schöpfen. Stürmer Konstantin Firsanov, der schon am vergangenen Wochenende passen musste, macht weiterhin ein hartnäckiger grippaler Infekt zu schaffen. "Vielleicht kann er ab Donnerstag wieder trainieren", sagte Carroll. Mit einem Einsatz in den beiden Partien sei aber eher nicht zu rechnen. Somit dürfte es gegenüber dem Match gegen Füssen keine Veränderungen in den Formationen geben.

Zittern am Ende

Die Blue Devils gehen am Freitag als Favorit ins Heimspiel gegen Neuling ERC Sonthofen. Der Bayernliga-Meister bekam gleich am ersten Spieltag die harte Realität in der dritthöchsten Liga zu spüren. In heimischer Halle wurden die Allgäuer vom amtierenden Oberliga-Süd-Meister VER Selb mit 9:0 abgeschossen. Zwei Tage später allerdings hätte die Mannschaft von Trainer Dave Rich beim 4:5 in Bayreuth fast für eine Überraschung gesorgt. Acht Minuten vor Schluss führten die Oberfranken mit 5:1, doch Sonthofen kam heran und die Tigers mussten noch richtig zittern. Deshalb warnt Fred Carroll: "Jedes Spiel muss erst gespielt werden. Vor allem mit voller Konzentration über die gesamten 60 Minuten."

Bei den "Bulls" gab es nach dem Aufstieg mit neun Ab- und zehn Neuzugängen einen Umbruch. Zwischen den Pfosten steht mit Jennifer Harß die deutsche Nationaltorhüterin. Davor hat Sonthofen eine Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Bei den Routiniers sind vor allem die Deutsch-Tschechen Pavel Vit (Abwehr) und der fast 44-jährige Angreifer Petr Sikora zu nennen. Sikora gehörte übrigens im Frühjahr 2003 zum Team der Dresdner Eislöwen, das die Finalserie um die deutsche Oberliga-Meisterschaft gegen die Blue Devils verlor. Die Ausländerpositionen besetzen der US-Amerikaner Brad Miller und der Kanadier Rob McFeeters, der unter anderem für den ESV Kaufbeuren in der 2. Bundesliga spielte.

Am ersten Wochenende fielen in der Oberliga Süd fast 100 Tore, der TSV Erding war daran aber nur spärlich beteiligt. Dem 4:2-Erfolg gegen den EV Regensburg folgte das 1:3 beim VER Selb, wobei die Entscheidung erst 63 Sekunden vor Schluss durch ein "Empty-net-goal" fiel. Das Team von Trainer John Samanski, das im Vorjahr als Achter die Play-offs erreichte, tritt sehr diszipliniert auf. "Erding steht defensiv gut und lässt nicht viel zu", weiß Devils-Coach Fred Carroll: "Deshalb müssen wir die Chancen, die wir bekommen, konsequent nutzen."

Blue Devils: Huber, Engmann - Herbst, Gejerhos, Willaschek, Ehmann, Zellner, Synowiec, Salinger - Waldowsky, Jirik, Voakes, Nikiforov, Pronath, Holzmann, Schopper, Kirchberger, Schadt, Firsavov (?)
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