DGB-Ortskartell bemängelt Schieflage im Lande
Maibaum mal anders

Windischeschenbach. (ab) Etwas ungewöhnlich, dafür aussagekräftig ist der Maibaum, den das DGB-Ortskartell am Sportheim der SpVgg aufstellte. Der von Franz Benner gestiftete Baum wurde von DGB, AWO, KAB und VdK in besonderer Weise geschmückt: mit gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen, wie Löhne und Renten, Steuern und Bildung. Der Baum signalisiert die Schieflage, in der sich Themen im Lande befinden.

Manfred Haberzeth, Sprecher des Ortskartells, freute sich über zahlreiche Zuschauer und wertete das als Zeichen dafür, dass es auch außerhalb des Internets möglich sei, den Blick auf Fehlentwicklungen zu richten und zum Handeln anzuregen.

Themen bei der Maikundgebung im Sportheim waren Pflegenotstand, Altersarmut und der Schutz des Sonntags. AWO-Vorsitzende Petra Schmidt setzte sich mit der demografischen Entwicklung auseinander, aus der sich die Pflegeproblematik ergebe. Richard Landgraf (KAB) verwies auf die zunehmende Vereinnahmung des Sonntags und forderte für Ausnahmen enge Begrenzungen. VdK-Vorsitzende Angela Erfurt verwies auf die zunehmende Altersarmut. SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl forderte, sich dafür einzusetzen, dass innerhalb und außerhalb der Betriebe der Zusammenhalt nicht verloren gehe: "Es darf keine weitere Lockerung geben."

Das Streikrecht nicht beschädigen war eines der Themen, über das Hauptreferent Herbert Schmid sprach. Er blickte auf 125 Jahre Kundgebungen zurück. "Der Einsatz hat sich gelohnt." Ein Ergebnis war die Vorbereitung zur jetzigen Gewerkschaftsbewegung mit den Schwerpunkten "ein Betrieb, ein Tarifvertrag, eine Gewerkschaft". Mit diesem Modell wurde eine breite Beteiligung an der Wirtschaftsentwicklung erreicht. Weitere Schwerpunkte waren die Strukturpolitik, der Facharbeitermangel und seine Bewältigung, die Krisenursachen und die Flüchtlingsproblematik.
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