Diamond-League-Finale in Brüssel: Auch Storl will nochmals abkassieren
Letzter Zahltag

David Storl will in Brüssel noch einmal alles geben: Beim Meeting in Brüssel kann der Kugelstoßer noch einmal abkassieren. Bild: dpa
Die Luft ist raus, die Kasse voll: Am letzten großen Zahltag der Leichtathletik-Saison soll in Brüssel auch ohne Supersprinter Usain Bolt die Post abgehen. Vor allem dicke Schecks sind dann beliebt. Denn der Weltverband IAAF schüttet beim Diamond-League-Finale noch einmal sein Füllhorn aus: Insgesamt 1,12 Millionen US-Dollar (eine Million Euro) können die Asse zwei Wochen nach der WM in Peking im König-Baudouin-Stadion einstreichen.

Revanche für Storl

Auch Kugelstoßer David Storl hofft zum Ende einer anstrengenden Saison auf ein üppiges Urlaubsgeld. Gewinnt der stämmige Sachse die Revanche gegen Weltmeister Joe Kovacs und landet ganz oben auf dem Siegerpodest, ist er auf einen Stoß um 50 000 Dollar reicher. Denn für den Tagessieg gibt es 10 000 Dollar, für den Gesamterfolg satte 40 000 oben drauf.

Storl wäre dann auch der erste deutsche Kugelstoß-Gewinner im Diamond Race seit Einführung der Premium-Serie 2010. Fünfmal nacheinander kam der starke Mann aus Nordamerika. Dies will der WM-Zweite vom SC DHfK Leipzig unbedingt ändern. Das Duell der beiden Ring-Rivalen verspricht Spannung bis zum letzten Versuch, denn Storl will diesmal nicht als Zweiter hinter dem US-Amerikaner aus dem Stadion gehen.

Beide reisen mit jeweils drei Siegen in der Diamond League an, beide haben 14 Punkte. Und die Rechnung ist ganz einfach: Wer am Freitagabend vorn liegt, gewinnt die Gesamtwertung. Drehstoßer Kovacs hat das noch nie geschafft, und Storl wäre sogar der erste Europäer.

Allerdings kämpft der zweimalige Weltmeister in Brüssel noch gegen ein zweites "K - sein lädiertes Knie. "Naja, ich hab' mich schon etwas vorbereitet. Aber in letzter Zeit war ich mehr bei Ärzten unterwegs als im Training", sagte der 25-Jährige am Mittwochabend bei einer Sport-Talkrunde in Berlin.

Seit Jahren betreibt der 120-Kilo-Mann Raubbau an seinem Körper. Die Entzündung im linken Knie, an der Patellaspitze, plagt ihn nicht erst seit dem WM-Jahr. Und die Operation im vergangenen September, gesteht Storl, "ist auch nicht ganz so ideal verlaufen".

Eine längere Pause

Nach Brüssel will er sich und vor allem seinem Knie endlich "eine längere Pause gönnen, bis in den Winter hinein". Wie der weitere Plan aussehen könnte, wird sich schon am kommenden Dienstag zeigen. "Da habe ich einen Termin bei Dr. Müller-Wohlfahrt", sagte Storl. Der Spezialist aus München hat mit seiner Heilkunst auch schon Supersprinter Usain Bolt fit für Goldmedaillen gemacht.
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