Die 13 als Glückszahl für Bildung

Geschäftsführer Thomas Donhauser (rechts) sucht dringend Lehrlinge für den gewerblichen Bereich. Bei der Bildungsmesse warb er für den Beruf des Maurers und des Stahlbetonbauers.

Warum sich die Baufirma Donhauser erstmals an der Bildungsmesse beteiligt, mehr Abiturienten in eine handwerkliche Ausbildung drängen und die Bundeswehr ungeahnten Zulauf bekommt - das erfuhren gestern die Besucher der Bildungsmesse. Doch das war noch lange nicht alles.

Maxhütte-Haidhof. (rid) An der 13. Auflage in der Stadthalle MaxhütteHaidhof beteiligten sich 70 Aussteller aus Schule und Wirtschaft. "Wir suchen dringend Lehrlinge für den gewerblichen Bereich", erklärt Geschäftsführer Thomas Donhauser den Besuchern. Vor allem Stahlbetonbauer und Maurer. Er lockt die Schulabgänger mit guter Bezahlung und überbetrieblicher Ausbildung. 1339 Euro im dritten Lehrjahr, "welcher Lehrling verdient das woanders?" Ein tüchtiger Bauhandwerker könne später sogar studieren, nennt der Geschäftsführer weitere Vorteile .

Nina Hauser aus Teublitz ist mit der Familie gekommen. Sie geht in die 10. Klasse des Gymnasiums und möchte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Ergotherapeutin machen. "Ich will einen sozialen Beruf erlernen", hat sich die junge Dame vorgenommen. Yvonne Radecker, Leiterin "Ergotherapie" an den Döpfer-Schulen, machte den "Hausers" die Ausbildung schmackhaft. Mit der Aussicht auf eine vielseitige Tätigkeit und guten Aufstiegsmöglichkeiten.

Karriere machen kann man auch bei der Bundeswehr. Das erfuhr Andreas Gleixner (Schwandorf), Schüler an der Beruflichen Oberschule, von Oberleutnant Ronny Kühnel. Eine duale Ausbildung bei der Bundeswehr kommt für den Jugendlichen durchaus in Frage. Während des vierjährigen Studiums bekomme er monatlich 1600 Euro netto, erklärt ihm der Offizier vom Karriereberatungsbüro aus Weiden. Wer diese Laufbahn einschlägt, muss allerdings bereit zu Auslandseinsätzen sein.

Blick in volle Halle

"Die Zahl 13 ist für die Bildungsmesse eine Glückszahl", stellte Landrat Thomas Ebeling beim Blick in die volle Halle fest. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank erkennt in jeder Bildungsmaßnahme einen "Aufbruch zu etwas Neuem". Die Geschäftsführerin der "Lernenden Region", Charlotte Pelka, warb für das Dialogforum am 26. März, das den Auftakt für die Bewerbung des Landkreises als "Bildungsregion" bilden soll. Heute erwarten den Aussteller 800 Schüler hauptsächlich aus den Real- und Mittelschulen im Landkreis. Sie wollen sich nicht nur informieren, sondern in einem "Speed-Dating" auch den persönlichen Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben suchen. Der Arbeitskreis "Schule - Wirtschaft" hat aus der zuletzt geäußerten Kritik der Firmen die Lehren gezogen und den Schülern für dieses Jahr empfohlen, die Bewerbungsunterlagen zu modifizieren. Aus den früheren Mappen sind diesmal kleine Flyer mit dem persönlichen Profil der Absolventen geworden.
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