Die Arbeiten für die Erweiterung des
Vom Container in den Kubus

Die Mädchen und Buben gestalteten den Festakt zum Spatenstich für den Hortumbau. Den Akt nahmen vor (vordere Reihe, von links): Pfarrer Robert Kratzer und Bürgermeister Alwin Märkl; stehend (von links): Architekt Johann Ernst, Bauunternehmer Georg Kraus, Kindergartenleiterin Susanne Dolles, Bauunternehmer Michael Kraus, 2. Bürgermeister und Kirchenpfleger Franz Weiß sowie die Erzieherinnen Gerlinde Höfer und Ulrike Schlaffer. Bild: jow
Kindergartens St. Walburga in Lintach haben begonnen. Im Beisein der Kindergruppe erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Nach Abschluss der Baumaßnahme soll die Raumnot ein Ende haben.

(jow) Mit dem Lied "Wer will fleißige Handwerker seh'n ..." umrahmte eine Kindergruppe von St. Walburga mit der Leiterin Susanne Dolles und den Erzieherinnen Gerlinde Höfer und Ulrike Schlaffer den Auftakt für die Baumaßnahme. Den Spatenstich nahmen Pfarrer Robert Kratzer und Kirchenpfleger und 2. Bürgermeister Franz Weiß als Vertreter der katholischen Kirchenstiftung Lintach als Bauträger, Bürgermeister Alwin Märkl, Architekt Johann Ernst sowie Michael und Georg Kraus von der ausführenden Baufirma vor.

Ende 2013 wurde der Bedarf für die Notwendigkeit einer fünften Kindergartengruppe im gesamten Gemeindebereich anerkannt. Dazu sollen neue Räume geschaffen werden. Bereits über vier Jahre wurde eine fünfte Gruppe als Notlösung in Containern betreut, ehe Anfang 2014 das Bischöfliche Baureferat eine Erstbegehung vornahm. Im März 2014 trafen sich alle Beteiligten in großer Runde bei der Regierung der Oberpfalz, um die Erweiterung des Kindergartens Lintach auf den Weg zu bringen. Sechs Vorschläge legte das Architekturbüro Ernst und Meiler vor. Die Wahl fiel auf einen eigenständigen Kubus neben dem Hort.

Großer Mehrzweckraum

Die Erweiterung umfasst, neben der allgemeinen Nutzfläche, einen rund 64 Quadratmeter großen Mehrzweckraum, einen Therapie- und Gruppenraum von etwa 31 Quadratmetern, der mit einer Küche ausgestattet wird und somit auch für die Mittagsbetreuung mit verwendet werden kann, und einen Neben- und Lagerraum für Gerätschaften.

"Durch diesen eigenständigen Kubus können die drei Kindergartengruppen - wie derzeit schon praktiziert - in unmittelbarer Nähe beisammen bleiben, was wiederum einen großen Vorteil für die tägliche Betreuungsarbeit bedeutet", meint dazu Kindergartenleiterin Susanne Dolles. Denn die dritte Gruppe ist derzeit im ehemaligen Mehrzweckraum untergebracht, wo sie auch bleiben wird.

Trotz der räumlichen Enge, bedingt durch den Abbau der Container bereits im August 2014, geht der Kindergarten-Alltag in gewohnter Weise über die Bühne. Allerdings bedeuten diese Umstände einen größeren organisatorischen Aufwand für die Erzieher. "Das Personal gibt sein Bestes, damit der Kindergartenbetrieb so normal wie möglich laufen kann. Die Aussicht auf einen Kindergarten mit ausreichend Platz und Möglichkeiten für unsere Mädchen und Buben lässt uns vieles in Kauf nehmen. Auch die Umsetzung der vom Gesetzgeber geforderten Inklusion kann im künftigen Angebot an Räumen besser erfüllt werden", stellt die Kindergartenleiterin fest.

Übergang vorgesehen

Alt- und Neubau werden mit einem eigenständigen Übergang miteinander verbunden. Diese Maßnahme verbessert zusätzlich die Situation der bisher sehr beengten Garderoben und des Freiraums der Kinder im Gebäude wesentlich. Insgesamt wurden unter Berücksichtigung des Altbestands für diese Erweiterung 123 Quadratmeter als notwendig anerkannt.

Zusätzlich sind auch im bestehenden Gebäudeteil bauliche Veränderungen, wie die größere WC-Anlagen für die Kinder oder ein Umbau des Personalraum notwendig. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich nur in den Sommerferien möglich und müssen daher unter zeitlichem Hochdruck erledigt werden, hieß es.
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