Die Aschacher feiern in diesen Tagen nicht nur ihre Kirchenweihe, sondern gedenken auch ihres Kirchenpatrons,
Wambas Fehlschuss

Das Altarbild in der Aschacher Kirche, 1884 gemalt und signiert vom Künstler Sebastian Holzner aus Amberg. Bild: sche
des heiligen Ägidius.

(sche) Der Heilige war bereits Patron der erstmals 1313 urkundlich erwähnten Vorgängerkirche, die 1749 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Das Altarbild aus dem Jahre 1788 wurde ein Jahrhundert später durch eines von Sebastian Holzner aus Amberg gemaltes und signiertes ersetzt. Es zeigt Ägidius mit einer Hirschkuh.

Ägidius, um 640 als Sohn einer noblen Athener Familie geboren, verließ seine Heimat und lebte in der Diözese Nimes als Einsiedler in einer Höhle. Der Legende nach nährte ihn durch Gottes Fügung eine Hirschkuh mit ihrer Milch. Während einer Jagd des Westgotenkönigs Wamba flüchtete das Tier zu Ägidius, der sich schützende davor stellte und so versehentlich von einem Pfeil getroffen wurde. Der König ließ deshalb ein Kloster errichten. Hier gründete Ägidius 680 die Benediktiner-Abtei von Saint-Gilles. Ägidius ist ist Schutzpatron der stillenden Mütter und Hirten.

Am Hochfest des Patrons am Dienstag, 1. September, wird um 18 Uhr das Allerheiligste in der ehemaligen Kirche St. Ägidius ausgesetzt, eine stille Anbetung schließt sich an. Um 19 Uhr feiern die Gläubigen mit Pfarrer Eduard Kroher den Gottesdienst zu Ehren ihres Patrons.
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