Die blauen Tage sind vorbei

Für Schüler öffnete das Bad vor einigen Wochen, in den Sommerferien herrscht Ruhe. Wenn die Pause am 15. September endet, können wieder alle Badegäste das Bad nutzen. Bilder: rn

Die badlose Zeit endet am 15. September. Nach zwei Jahren Sanierung öffnet dann Eschenbachs Schwimmhalle wieder. Trotz einem Jahr Verspätung spricht Architekt Josef Schöberl von einem "Musterbeispiel für eine sinnvolle und nachhaltige Investition".

Nach den Plänen des Parksteiner Architekturbüros Josef Schöberl ließ der Landkreis die Schwimmhalle sanieren. Das Landratsamt habe dabei auf Hightech bei der Ausstattung gesetzt, erklärte Schöberl bei der letzten Abnahme. Das Bad sei für Jahrzehnte gesichert. Bei der Besichtigung wies Schöberl auf die "großzügig verglaste", mit anthrazitfarbenen Zementplatten gestaltete Fassade hin. "Die lässt viel Licht ins Innere." Die filigran gestaltete Eingangsüberdachung lade ein.

4,8 Millionen Euro hat der Landkreis investiert, erklärten Sprecherin Claudia Prößl und der Chef der Bauabteilung Heribert Eckl. Schöberl wies sie daraufhin, dass im etwas verkleinerten Foyer künftig Kassenautomaten die Eintrittskarten verkaufen. Grüne Wände sollen freundliche Atmosphäre schaffen. Zum Umkleidebereich erklärte Schöberl: "Wegen der guten Bausubstanz haben wir die Bereiche größtenteils erhalten." Lediglich Türen und Garderobenschränke sind neu.

Durch die komplett erneuerten Duschanlagen gelangen die Badegäste in die Schwimmhalle. Den Besuchern fiel die wie ein Segel gestaltete Akustikdecke auf, die zur angenehmen Atmosphäre beitragen soll. Anthrazitfarbige Fliesen, der helle Boden und das tiefblaue Becken sollen "Wohlfühlatmosphäre" schaffen. "Das kennt man sonst nur von den großen Wellnessbädern", erklärte Architekt Schöberl.

Dabei hatte er die Attraktion noch gar nicht präsentiert: die Dampfgrotte mit separaten Duschen. Die ist in einem grün gefliestem Kubus untergebracht. "Die Dampfgrotte wird die Attraktivität und den Freizeitwert des Hallenbades zusätzlich fördern", versicherte Schöberl. Die neue Gebäudeleittechnik (GLT) sorge für beste Wasser- und Raumklimaqualität. Gesteuert wird die Anlage vom Landratsamt. Mehrere Monitore verwandeln das Arbeitszimmer von Bademeister Markus Röhrer in einen echten Leitstand. Er kann von dort Kassenautomaten und über zwei Unterwasserkameras zusätzlich auch das Becken überwachen.
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