Die Chemie stimmt

Inge Gleixner (Mitte) wurde bei der Neuwahl im Vorsitz bestätigt. Bild: hbr

Fair und partnerschaftlich soll es zugehen. Darauf legt die SPD laut alter und neuer Vorsitzender in der kommunalen Politik Wert. Die Kooperation mit der CSU klappt dahingehend, weitere eigene Anträge sind in Vorbereitung.

Das Jahr 2014 war für den Brucker SPD-Ortsverein von den "Nachwehen" der Kommunalwahlen im März geprägt, meinte Vorsitzende Inge Gleixner zu Beginn der Jahreshauptversammlung beim "Bergerwirt". So mussten sich die einzelnen Fraktionsmitglieder in ihre neuen Posten innerhalb der Ausschüsse einarbeiten. "Dies gelang uns gut und wir konnten den Gremien unseren Stempel schnell aufdrücken", so die Sprecherin.

Näher ging sie auf die "partnerschaftliche Zusammenarbeit" mit der CSU-Fraktion ein, die sie als "fair und zukunftsorientiert" bezeichnete. Sie betonte aber zugleich, dass man "nicht verheiratet sei" und sachbezogen auch mit anderen Fraktionen gestimmt werde. Aber die Chemie würde grundsätzlich stimmen und man sei sich sicher, dass Bruck mit dieser Zusammenarbeit voran gebracht werde.

"Echt gut hingebracht"

Als oberste Priorität innerhalb der Marktratsarbeit machte sie die energetische Sanierung des Freizeitzentrums aus, mit der man die Gemeindekasse zwar empfindlich traf, aber zugleich ein gelungenes Projekt für die nächsten Jahrzehnte schaffen konnte. Auf Eis liege derzeit die "Bürgerdrogerie", die der Ortsverein gemeinsam mit der CSU und den Grünen schaffen wollte. Diese Entwicklung sei dem mangelnden Angebot an Betreibern und den finanziellen Möglichkeiten geschuldet. Die Mittagsbetreuung befinde sich seit Anfang des neuen Schuljahres in Händen der Johanniter. Aufgrund der Personalsituation habe der bisherige Dienstleister, das BRK, den Vertrag während des vergangenen Schuljahres überraschend aufkündigen müssen. Hier brach sie eine Lanze für Bürgermeister Hans Frankl, dessen "Krisenmanagement" bei dieser Thematik sie heraushob. "Manchmal ärgern wir uns schon gewaltig über ihn, aber das hat er echt gut hingebracht", schmunzelte die Ortsvorsitzende. Das ehemalige "Hemmerlein-Gelände" bezeichnete sie als "Vorzeigeobjekt" im Marktbereich, aber ersparte sich auch nicht einen Seitenhieb auf die politischen Mitbewerber. "Als wir im Bürgermeisterwahlkampf 2009 forderten, das Brachland Hemmerlein müsse wieder vermarktet werden, wurde nur abgewunken und dies als viel zu teuer und problematisch abgetan. Nun heftet sich jeder das Hemmerlein-Wunder an sein Revers, als hätten sie es schon immer gewusst", meinte Inge Gleixner unter dem Beifall der Mitglieder. Selbst hatte die Fraktion mit der Barrierefreiheit im Rathaus und der Einstellung von Auszubildenden für den Bauhof zwei Anträge an den Marktrat eingebracht, mit denen man die Lebensqualität im Markt erhöhen wolle.

Hochwasserschutz

In seinem Rückblick auf die Arbeit im Bauausschuss ging Gerd Habermeier näher auf die Renaturierung des Sulzbaches ein, der vom Bauhof bis hin zur Gemeindegrenze bei Sulzmühle wieder seinen ursprünglichen Bachlauf erhalten solle. In diesem Zug werde auch der Hochwasserschutz verbessert, so der Sprecher. Als Anträge habe man die Umgestaltung des Behindertenparkplatzes im Ortskern und die Installierung eines Werbeschildes für den Verkauf von Gewerbegrund eingebracht. Weitere Anträge an den Marktrat und Bauausschuss seien in Vorbereitung.
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