Die Cranachs und Franken

Die Maler-Familie Cranach hat sich nach der fränkischen Stadt benannt, in der sie ihre Wurzeln hat - Kronach. Zum 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren gibt es in vielen Städten Deutschlands Ausstellungen, so zum Beispiel die Landesausstellung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt in Wittenberg und eine Schau der Klassik Stiftung Weimar. Auch in Franken widmen sich Museen und Sammlungen den Renaissance-Künstlern.

Die Wurzeln der Familie: Um 1472 kommt Lucas Cranach im oberfränkischen Kronach als Sohn eines Hans Maler zur Welt. Später benennt er sich nach seiner Heimatstadt. Auf der imposanten Festung Rosenberg sind in der Fränkischen Galerie vor allem Werke aus der späteren Schaffensphase des Künstlers zu sehen. Im Vorjahr ist die Galerie, eine Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums, modernisiert und mit neuen Exponaten ausgestattet worden.

Coburg: 1505 wird Cranach kursächsischer Hofkünstler in Wittenberg, 1506 verbringt er im Gefolge von Kurfürst Friedrich dem Weisen ein monatelanges Jagdlager in Coburg. Es entstehen eine Reihe von Holzschnitten - vor allem mit Jagdmotiven. Heute sind in der Kunstsammlung der Veste Coburg etliche Werke Cranachs und seiner Werkstatt zu sehen. Im Kupferstichkabinett ist das druckgrafische Werk Cranachs nahezu vollständig erhalten. Geplant sind heuer zwei Sonderausstellungen, die am 27. März beginnen: "Kunst - Religion - Politik. Bilder und ihre Funktionen im Wandel" sowie "Cranachs Graphik". Ende Juni folgt noch die Schau "Die dunkle Seite der Renaissance".

Nürnberg: Mit Friedrich dem Weisen kommt Lucas Cranach der Ältere 1524 nach Nürnberg, wo er Albrecht Dürer (1471-1528) trifft. Dürer erstellt ein Silberstiftporträt des Kollegen. Im Germanischen Nationalmuseum sind heute bedeutende Cranach-Werke von Vater und Sohn zu sehen, so etwa Luther-Bildnisse. Am 21. Mai eröffnet das Museum seine Schau zum Thema "Zwischen Venus und Luther: Cranachs Medien der Verführung".
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