Die Devils klarer Außenseiter

Die Blue Devils empfangen am Freitag die Selber Wölfe zum vierten Derby in dieser Saison. Die drei bisherigen Duelle gingen mit 4:2, 4:2 und 6:3 (Szene) an die Oberfranken, die auch diesmal als Favorit anreisen. Hier hat der Selber Tom Pauker (links) gegen Oliver Dam und Goalie Oliver Engmann das Nachsehen. Bild: Gebert

Eishockey-Feste in Freiburg und Bayreuth, Tristesse in Weiden: Am 38. Spieltag der Oberliga Süd waren die "Top 4" unter sich und die beiden Schlagerspiele hielten, was sich die Fans versprochen hatten. Die Blue Devils boten dagegen Schmalkost und sind jetzt wieder im Besitz der Roten Laterne.

Weiden. (gb) Der EHC Freiburg (1./90 Punkte) steuert klar auf die Vorrunden-Meisterschaft zu. Die stolze Serie von einem Dutzend Siegen am Stück war zwar am Freitag in Selb (2:4) gerissen, dafür trumpften die Breisgauer am Sonntag groß auf und deklassierten den schärfsten Verfolger EV Regensburg (2./79) mit 10:0. Beim zweiten Top-Spiel sahen knapp 4400 Zuschauer den 4:3-Erfolg des VER Selb (3./78) im Oberfrankenderby beim EHC Bayreuth (4./77). Die Wölfe verzeichneten damit als einziges Team aus dem Führungsquartett ein Sechs-Punkte-Wochenende. Die Tigers kassierten nach zuvor 17 Heimsiegen in Serie nun die zweite Niederlage auf heimischem Eis hintereinander und blieben zum ersten Mal in dieser Saison zu Hause ohne Punkt.

Dreikampf um Platz zwei

Platz eins scheint an Freiburg vergeben zu sein, um Rang zwei tobt ein Dreikampf und auch auf den Plätzen fünf bis acht geht es heiß her. Der EC Peiting (5./59), EC Bad Tölz (6./58). Deggendorfer SC (7./57) und EHC Klostersee (8./56) sind jeweils nur durch einen Zähler getrennt. In Deggendorf sind übrigens in Sachen Trainerposition die Weichen für die Saison 2015/16 bereits gestellt. Der Vertrag mit Jiri Otoupalik, der im Herbst 2014 Klaus Feistl abgelöst hatte, wurde um ein Jahr verlängert.

Beim ERC Sonthofen (9./47) hofft man weiterhin, doch noch auf den Play-off-Zug aufzuspringen. Der Rückstand beträgt zwar neun Punkte, doch mit drei Dreiern in Folge setzten die Allgäuer ein deutliches Zeichen. Das Trio dahinter - TSV Erding (10./30), EV Füssen (11./28) und Blue Devils Weiden (12./28) - kämpft um Platz zehn, der das Heimrecht in der ersten Play-down-Runde garantiert.

Wenn die Blue Devils noch auf Rang zehn klettern wollen, müssen sie sich gegenüber dem schwachen Auftritt beim 0:3 gegen Klostersee gewaltig steigern. Wiedergutmachung vor den immer weniger werdenden Fans - zuletzt waren es nur noch knapp 900 - ist also angesagt. Gibt es dazu eine bessere Gelegenheit als ein Derby? Sicher nicht, doch die Favoritenrolle liegt am Freitag, 13. Februar, im Heimspiel gegen den VER Selb klar bei den Gästen. Die ersten drei Duelle haben die Wölfe für sich entschieden. Am Sonntag, 15. Februar, sind die Weidener spielfrei, denn die Partie in Bad Tölz wurde bereits am Dreikönigstag ausgetragen.

39. Spieltag

Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr: EC Peiting - ERC Sonthofen (bisherige Ergebnisse: 1:3, 4:3 n. P., 3:1), EHC Freiburg - EHC Klostersee (2:0, 3:1, 3:2 n. P.), EV Füssen - EC Bad Tölz (2:7, 4:3, 7:6); 20 Uhr: EV Regensburg - EHC Bayreuth (2:6, 5:2, 1:6), Blue Devils Weiden - VER Selb (2:4, 2:4, 3:6), TSV Erding - Deggendorfer SC (7:2, 2:4, 4:5)

40. Spieltag

Sonntag, 15. Februar, 17.30 Uhr: EHC Klostersee - EV Füssen (1:3, 4:0, 5:1); 18 Uhr: EHC Bayreuth - EHC Freiburg (2:1, 5:4, 2:4), VER Selb - EV Regensburg (3:7, 2:3 n. P., 3:2 n. V.), ERC Sonthofen - TSV Erding (3:2 n. P., 5:4, 4:9); 18.30 Uhr: Deggendorfer SC - EC Peiting (2:3 n. V., 2:4, 2:5); bereits ausgetragen: EC Bad Tölz - Blue Devils
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.