Die drohende Erschießung

Als hätte Georg Luber als Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg nicht schon genug ausgestanden, drohte ihm gegen Ende des Zweiten Weltkriegs noch die Erschießung.

Sein Sohn Werner, damals zwei Jahre alt, erinnert sich, wie später darüber gesprochen wurde: "Als die US-amerikanischen Truppen bereits in Sichtweite waren, hatte mein Vater eine weiße Fahne herausgehängt, um zu verhindern, dass unser Anwesen beschossen wurde. Es kam aber ein versprengter SS-Trupp. Die schwarzen Fanatiker fesselten ihn an einen Baum und wollten ihn erschießen.

Nur weil der Befehl dazu noch nicht unterschrieben und der Bevollmächtigte schon geflohen war, ließen sie in letzter Minute davon ab."

Ganz anders hatte man Jahrzehnte zuvor den Einsatz Georg Lubers gewürdigt. Drei Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde er mit dem preußischen Eisernen Kreuz ausgezeichnet, 1935 zusätzlich mit dem Ehrenkreuz für Frontkämpfer.
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