Die Eckdaten des Haushalts 2015

Der Haushalt 2015 umfasst ein Gesamtvolumen von 18 655 000 Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 11 090 000 Euro, auf die Investitionen 7 565 000 Euro: Das sind im Verwaltungsetat 96 000 Euro, im Vermögenshaushalt 1 593 000 Euro mehr als im Vorjahr. Steuern und Zuweisungen erhöhen sich um 400 000 Euro, während die Umlagen um 8000 Euro steigen. An "Überschuss" bleiben 4 032 000 Euro.

An Grundsteuer A werden 55 000 Euro, aus der Grundsteuer B 570 000 Euro erwartet, an Gewerbesteuer 3,3 Millionen Euro. Die leicht gestiegenen Steuereinnahmen sind auch ursächlich für die laut Kämmerer Bernhard Praschel zufriedenstellende Zuführung vom Verwaltungshaushalt auf die Investitionsseite: 1,63 Millionen statt 1,43 Millionen im Vorjahr. Dann die bittere Pille: Zum Haushaltsausgleich ist eine Kreditaufnahme von 2 205 000 Euro notwendig. Wenn die ordentliche Kredittilgung von 960 000 Euro berücksichtigt wird, liegt der Schuldenstand zum Jahresende 2015 bei 8 739 000 Euro (Vorjahr 7 494 000 Euro). Bei 5613 Einwohnern steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 1335 auf 1556 Euro. Für Praschel nicht ungewöhnlich hoch, sondern im Mittel der sieben und zehn Millionen Euro der letzten Jahre.

Dann zu den kostendeckenden Einrichtungen: Im Friedhof hat sich der Deckungsgrad mit 68,3 Prozent verbessert. In beiden Friedhöfen sind Investitionen geplant. Bei den Kanalgebühren liegt der Deckungsgrad bei 91,3 Prozent (Vorjahr 96,3 Prozent). Zurückzuführen ist das auf den Rückgang des Verbrauchs. Sparen ist löblich, doch die Kosten für die Infrastruktur bleiben. Das Anlagevermögen bezifferte Praschel auf 32 628 000 Euro. Bei den Wassergebühren beträgt der Deckungsgrad 90,1 Prozent (Vorjahr 91,7) bei einem Anlagevermögen von 12,565 Millionen Euro. Das Hallenbad verursacht ein Defizit von 135 000 Euro.

Die Gesamtrücklage wird Ende 2015 nur 101 000 Euro betragen. Zwar löst der Markt einen Bausparvertrag auf, doch die Mittel fließen in die Stärkung der Haushaltsmittel und Verringerung der Kreditaufnahme. Die Personalausgaben betragen 2 185 000 Euro: 4,6 Prozent mehr. Eine Neueinstellung im Bauhof und eine Wiederbesetzung in der Verwaltung sind darin berücksichtigt.

Noch ein Wort zu den Umlagen: Die Gewerbesteuerumlage liegt bei 700 000 Euro. Bei der Kreisumlage ist der Kämmerer noch von 47,7 Prozent ausgegangen: das sind 2 355 000 Euro. Sollte der Umlageschlüssel ungünstiger werden - danach sieht es derzeit aus - ist entsprechend mehr Geld abzuführen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite beträgt 2,8 Millionen Euro. (cv)
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