Die Entwicklung ab 1900

Da Franz Xaver Ruder sehr früh verstarb, führte die Witwe den Gasthof weiter und baute im Jahr 1909 eine Kegelbahn mit Saal, erklärt Ortsheimatpfleger Hermann Römer.

1912 vererbte sie den gesamten Betrieb ihrem Sohn Franz, der neben der Gaststätte noch ein Fuhrunternehmen für Langholzfahrten unterhielt. Während des Krieges verlegte Franz Ruder seine Tätigkeit mehr auf das Gasthaus und war Wirt mit Leib und Seele, wie von ihm erzählt wurde. Im Jahr 1942 verstarb Franz Ruder überraschend, worauf Paul Ruder, der aus dem Krieg zurückkehrte, den Betrieb weiterführte. 1944 heiratete er Maria Mühlbauer aus Trautmannshofen. Bereits 1947 wagte sich das Ehepaar an den Bau eines Saales mit Bühne für rund 180 Gäste, dort, wo vorher die Kegelbahn platziert war. Dieser Saal ist heute noch der Tanz-, Fest- Theater- und Versammlungssaal.

Im Jahr 1954 wurde der alte Forsthof stillgelegt und dafür die damals neue und heutige Gaststätte Zum Forsthof bezogen. Der alte Forsthof wurde gründlich saniert und 1992 zum Hotel mit Wellnessbereich umfunktioniert. Wie der Ortsheimatpfleger berichtete, machten die Geschäftstüchtigkeit und die Kochkünste von Maria Ruder die Gaststätte bald zu einem bekannten Speiselokal. Paul Ruder war zudem noch Metzger und sorgte täglich für eine erlesene Speisekarte mit Wurst- und Fleischspezialitäten.

Als das Wirts-Ehepaar Ruder im Jahr 1981 das Geschäft an die jüngste Tochter Anneliese und deren Mann Johann Reindl überschrieb gab es zwar einen Teil der Verantwortung ab, bot aber weiterhin Hilfe und Mitarbeit an. Die Kochkünste von Anneliese Ruder, die sie von ihrer Mutter übernommen und weiter perfektioniert hatte sowie der Ehrgeiz von Hans Reindl ließen den Forsthof bald zum Ziel von Gästen aus nah und fern werden. So mussten Küche und Saal umgebaut werden und Pläne für Nebenzimmer wurden nach und nach ebenfalls umgesetzt. (jp)
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