"Die ersten Asylbewerber"

Drei Mädchen - von links Chiara Spieß, Laura Spieß und Jamy Lee Rauscher - halfen dem Glaser Jakob (Ben Luber) mit ihren Ideen, ein Weihnachtsfenster zu gestalten

Glaser Jakob bekommt den Auftrag, ein Weihnachtsfenster gestalten. Eine genaue Vorstellung hat er davon aber nicht. Drei Mädchen beraten ihn beim Aussuchen der Farben.

(wku) Eine außergewöhnliche Geschichte sahen die Gottesdienstbesucher bei der Christvesper in Kürmreuth. Viel Mühe hatte sich das Kindergottesdienstteam mit dem Bühnenaufbau gemacht: Liebevoll war der Altarraum als Glaserwerkstatt dekoriert. Ein selbst gezimmerter Stall und ein Lagerfeuer ließen die Weihnachtsgeschichte lebendig werden.

Bei der Arbeit an einem Weihnachtsfenster bekam Glaser Jakob Hilfe von drei Mädchen. Sie rieten ihm zu einem Blau für die Maria, zu einem Grau für Josef und zu einem Weiß für die Windel als Zeichen der Reinheit. Weiter solle er doch die Farbe braun für die Krippe und rot für die Heiligen Drei Könige verwenden. Bei den einzelnen Farben erschienen die genannten Personen.

In seiner Ansprache nannte Pfarrer Horst Kurz das Paar Josef und Maria die ersten Asylbewerber. Auch sie stießen auf großen Widerstand der Wirte, bis sie endlich eine Bleibe fanden. Der Geistliche fragte die Weihnachtsgemeinde: "Würden Sie das Heilige Paar aufnehmen, wenn es fremdländisch aussehen würde und aus dem Nahen Osten käme?"

Er rief dazu auf, dass es heute wichtiger denn je sei, sich der Flüchtlinge anzunehmen. Weil Pfarrer Kurz dieses Thema sehr bewegt, hat er ein Lied dazu geschrieben, das er zusammen mit seiner Tochter Lilly vortrug. "Stell Dir vor, es wäre Krieg und keiner möchte hin!" ist auch unter dem You-Tube-Namen "Mr. Willpastor" im Internet zu finden.

Mit dem Lied "Stille Nacht" in der dunklen Kirche klang die stimmungsvolle Familien-Christvesper in Kürmreuth aus. Alle Besucher bekamen am Ausgang zur Erinnerung daran einen farbigen Glasstein überreicht, den sie mit nach Hause nehmen durften.
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