Die Flucht nach München

Den Auftakt des Starkbierfestes der FWG Bruck bildete das Anzapfen des ersten Fasses. Bilder: Schieder (2)

Drei Schläge, dann saß der Zapfhahn. Die "Hiebe des Derbleckens" verfehlten ihr Ziel ebenfalls nicht. Sehr zur Freude der Besucher beim Starkbierfest der Freien Wähler-Gemeinschaft.

"O' zapft is'", verkündete Bürgermeister Hans Frankl im "Meisl-Saal". Das Starkbier floss in Strömen in die Maßkrüge, die Brucker Blaskapelle spielte einen Tusch. Altbürgermeister Albert Hierl aus Walderbach hatte sich einen Reim gemacht auf die globalen Themen, ehe er auf die Brucker Ereignisse blickte. Dabei verriet er, dass der Kellerbauern-Lenz sein Cousin ist und der Wahlkampf "ein ungeheuerer war, mit dem Schwarzen als Befeuerer". Dinge für das tägliche Leben würde es in Bruck nicht mehr geben, vor allem an Rasierklingen mangele es, spielte der Redner auf den fehlenden Drogeriemarkt an. Joachim Hanisch sei wieder im Landtag. Zu seinen Zeiten als Bürgermeister habe dieser versucht, sein Staatsgebiet auszuweiten. Er, Hierl, habe ihn zum Duell gefordert. Doch sei Hanisch dann nach München geflohen, denn nur dort fühle er sich sicher.

90 Prozent Schwarze

Die "rote Zora" (Marion Hälsig) trinke immer alkoholfreien Hugo, bevor sie die Hausarbeit erledige. Doch als ihr einmal recht seltsam wurde, habe sie auf das Etikett geschaut und festgestellt, dass sie aus Versehen die alkoholische Variante erwischt hatte. Der Hartl Toni sei oft als Fußgänger und Radfahrer unterwegs, ließ der Redner wissen. Beides sei gefährlich, neulich habe ihn ein Ganserer gebissen. Hierl klammerte sich selbst beim Derblecken nicht aus und bat um Asyl, "weil wir im Landkreis Cham 90 Prozent Schwarze haben". Doch damit nicht genug. Wenig später hatten die "Loamsiada" aus Neuhaus mit Gstanzl-Sängerin Evi Kugler an der Spitze ihren Auftritt.

"Platter" in Italien

Der Wahlkampf wurde auch von ihr dargestellt. Von den Urlaubserlebnissen hatte sie auch erfahren. Der Frankl Hans habe in Italien kein Taxi bekommen. Die Fahrt im Fiat Uno verlief dann auch nicht planmäßig. Der Italiener habe in den Gassen, die immer enger wurden, noch einen "Platten" verursacht.

Zu vorgerückter Stunde erwartete die Gäste noch eine Überraschung. Zu verschiedenen musikalischen Rhythmen tanzten Lorenz Bräu junior, Hans Beck und Andreas Spindler - zu Zwergen mutiert. Die Besucher amüsierten sich sehr und applaudierten kräftig bei allen Darbietungen.
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