Die Gemeinde verzichtet bei Veranstaltungen auf Bühnenmiete und Standgebühren
Für Vereine künftig gratis

Wernberg-Köblitz. (cv) Was haben örtliche Vereine zu zahlen, wenn sie den Marktplatz nutzen - beispielsweise beim Bürgerfest oder bei Konzerten? Im Marktrat wurde angeregt, doch einen Grundsatzbeschluss zur Verrechnung von gemeindlichen Leistungen zu fassen. Man hatte sich schon darauf verständigt, bei Veranstaltungen keine Gebühren für verkehrsrechtliche Anordnungen und die Sondernutzungserlaubnis zu verlangen. Nun ging das Gremium einhellig einen Schritt weiter.

Zur Belebung

Bauhofleistungen für den Aufbau von Absperrungen oder einer Bühne werden ebenso wenig verrechnet wie Bühnenmiete oder Standgebühren für einheimische Vereine. Strom und Wasser sind frei. Gerhard Bäumler begrüßte - wohl auch stellvertretend für alle Markträte - den Beitrag zur Marktplatzbelebung. Zweiter Bürgermeister Alexander Werner fand es hilfreich, die Männer vom Bauhof zum Beispiel beim Bühnenaufbau an der Seite zu haben: "Dann wissen die Helfer, wo sie hinlangen müssen".

Das Nürnberger Unternehmen, das sich im neuen Industriegebiet West II ansiedelt, heißt Wiegel Wernberg Feuerverzinkerei GmbH. Damit ist laut Bürgermeister Georg Butz auch klar, "dass die Gewerbesteuer bei uns bleibt". Am 20. Juli hat Wiegel das Verfahren nach dem Bundesemissionsschutzgesetz beantragt. Wenn die Fachstellen geprüft haben und die baurechtlichen Vorgaben eingehalten sind, steht dem Projekt nichts im Wege. Die Öffentlichkeitsbeteiligung in dem Genehmigungsverfahren beginnt jetzt Mitte August.

Gerhard Bäumler (FW) sprach das Reizthema Stromtrasse an. Butz fasste seinen Kenntnisstand nach einer Tennet-Veranstaltung in Nabburg zusammen: Unter Beteiligung der Bürger habe Tennet Varianten zur Verlegung des Ostbayernrings möglichst parallel zur bestehenden, nicht mehr ausreichend leistungsstarken Trasse erarbeitet, mit denen ins Raumordnungsverfahren gegangen werden soll. Dann kam vor einigen Wochen die Nachricht, dass Amprion eine Gleichstromtrasse plane - vom Nullstand aus. Zurück zu Tennet: Zur von Tennet ins Spiel gebrachten Variante gibt es eine Verlegungsvariante hinter das Gewerbegebiet. Sie würde eine Entlastung für Kettnitzmühle bedeuten. Die zur Disposition stehenden Trassen wurden ins Raumordnungsverfahren eingebracht. Die Regierung der Oberpfalz legt dann die Trasse endgültig fest. Im Raumordnungsverfahren kann die Kommune ihre Stellungnahme abgeben.

Derzeit Spekulation

Es könne dann passieren, "dass wir zwei Trassen haben", mutmaßte Dritter Bürgermeister Georg Schlögl. Wenn die alte Trasse abgebaut wird und parallel eine neue Leitung entstehe, werde ja ein Korridor frei. Laut Bürgermeister Butz werde dies vom noch zu wählenden Endpunkt der Leitung abhängig sein. Auch das Thema Grunddienstbarkeiten müsste dann neu aufgerollt werden. Bei der ins Gespräch gebrachten Erdverkabelung hat Butz mit Blick auf die hier verlaufende Gasleitung so seine Sicherheitsbedenken. Für Verwaltungsleiter Stefan Falter ist derzeit noch alles Spekulation. Kann man den Strom in Landshut brauchen oder wird er nicht vielmehr im Amprion-Gebiet westlich von Augsburg benötigt? Falls Landshut Endpunkt ist, muss Amprion erst in die Trassenplanung einsteigen.
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