Die Heimkehr des verlorenen Sohns

In einem voll besetzten Gotteshaus traten die Patres Peter Starmach (links) und Markus Flasinski ihre Aufgabe an.

Als Kaplan lernte Markus Flasinski die Auerbacher kennen. Jetzt kehrt er als Stadtpfarrer dorthin zurück, und er bringt seinen Mitarbeiter Dr. Peter Starmach mit. Zusammen wollen sie die Pfarrei St. Johannes im Sinne Jesu leiten.

"Mein erstes Anliegen ist es, das wir im Geiste Jesu wirken:" Pater Markus Flasinski CR sprach in seiner ersten Predigt als Auerbacher Stadtpfarrer davon, dass er in der Pfarrei und ihren Gremien, in der Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadt, aber auch in der Pfarrfamilie und bei den Gläubigen auf ein Miteinander hofft. "Oft heißt es, das war schon immer so, dass muss so bleiben." Das sei aber nicht im Sinne Christi. Miteinander bedeute, auch einmal nachzugeben; miteinander bedeute reden.

Deutliche Worte des neuen Pfarradministrators, der am Sonntagabend in einem fast zweistündigen Gottesdienst offiziell installiert wurde. Sein Vorgänger Dominik Sobolewski und Kaplan Frank Schwegler hatten ihre Ämter auch wegen diversen Spannungen in der Pfarrei und den Gremien gewechselt.

Zwölf Jahre in Bayreuth

Regionaldekan Dr. Josef Zerndl aus Bayreuth begrüßte "den verlorenen Sohn Pater Markus", wie ihn viele Gläubigen vor dem Gottesdienst nannten. "Er ist heimgekehrt," schmunzelte der Dekan und freute sich, dass mit Pater Markus "der richtige Mann nach Auerbach berufen" worden sei. "In Bayreuth werden wir ihn vermissen", fügte Zerndl hinzu. Dort hatte Flasinski fast zwölf Jahre lang gewirkt.

In vier Schritten erfolgte die Installation; zunächst durch die Begrüßung, bei der Pater Markus und sein Mitarbeiter Dr. Peter Starmach gelobten, die Pfarrei im Sinne Jesu zu leiten. Als zweites übergab der Regionaldekan das Lektionar genannte Buch, in das die Lesungen geschrieben sind. Dann empfing Pater Markus symbolisch Brot und Wein am Altar. Nach der Kommunion folgte der vierte Schritt, die Gabe von Kelch und Hostien in den Tabernakel.

Herzlich begrüßt wurden die beiden Patres auch von Kirchenpfleger Wilhelm Schelz. Er zeigte seine Wiedersehensfreude mit Flasinski und erinnerte an dessen Wirken in der Jugendarbeit in seiner Zeit als Kaplan in Auerbach. Auch der Religionsunterricht sei damals eine Aufgabe gewesen. Zu Pater Peter Starmach meinte Schelz: "Seine lachende Miene und seine frohe Natur haben uns gleich zu Beginn gefallen."

Kirchenschlüssel überreicht

Vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Eugen Eckert bekam der neue Stadtpfarrer symbolisch einen alten Kirchenschlüssel für die erst neu renovierte Pfarrkirche überreicht.

Den Gottesdienst umrahmten der Kirchenchor, die Männerschola und der Kinderchor Ain Karem. Glückwünsche gab es auch von den Vertretern der vier anderen Pfarrgemeinden, die die beiden Patres mit betreuen. Michelfeld, Gunzendorf, Neuzirkendorf und die Filialkirche Ranna waren mit großen Abordnungen gekommen; ebenso Vertreter des Frauenbunds, der Kolpingfamilie und der Marianischen Männerkongregation mit Fahnenabordnungen. Bürgermeister Joachim Neuß begrüßte den neuen Pfarrer im Namen der Stadt und übergab die zweibändige Auerbacher Häuserchronik von Hans-Jürgen Kugler als Geschenk.
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