Die Hiltersdorfer hatten dreifachen Grund zum Feiern: Patrozinium der Dorfkapelle, Segnung des neuen Turmkreuzes mit Glocke und Entzünden des Johannisfeuers. So viel ist nicht jeden Tag geboten.
Glocke wartet auf ihren Einsatz

Die Kapelle St. Johannes wird saniert. Die Dorfbewohner bringen sich mit ein und sind kurz vor dem Ziel. Das Dach ist gedeckt und der Turm montiert. Nur noch die Glocke und das Turmkreuz fehlen. Bild: hfz
Bei den Hiltersdorfern gab es allen Grund zum Feiern. Seit einigen Monaten wird die Kapelle St. Johannes renoviert. Die Dorfbewohner bringen sich mit großem Einsatz ein. Inzwischen ist das Dach wieder gedeckt und der Turm montiert.

Nun fehlen nur noch Glocke und Turmkreuz auf dem Dach. Die Glocke wurde 1922 von der Gießerei Gugg in Straubing gegossen. Früher diente dieses Exemplar als Meldeglocke auf dem alten Feuerwehrhaus Hiltersdorf. 1960 wurde diese auf die Kapelle installiert. Das neue Turmkreuz spendete der Hiltersdorfer Schlossermeister Stefan Heldmann. Die Glocke und das Kreuz wurden im Patroziniumsgottesdienst gesegnet. Diese Aufgabe übernahm Studiendirektor Stefan Hirblinger. In seiner Predigt ging er auf die beiden Sonnenwenden im Jahreskreis ein. So stehe der Mond als Taktgeber für die Woche mit ihren sieben Tagen und die Sonne für den Jahreskreis. Bei der Sonne beobachte man den höchsten und den niedrigsten Stand. Auch Johannes der Täufer beziehe sich in seiner Aussage auf dieses kosmische Schauspiel: "Christus müsse wachsen und ich muss abnehmen."

Dies hat laut Hirblinger auch auf das christliche Leben Einfluss. So wurde das Geburtsfest Christi auf die Wintersonnwende gesetzt. Dies solle andeuten: So wie die Sonne, die allmählich wieder stärker wird, so soll auch Christus in dieser Welt zunehmen. Die Feuerwehrjugend lud nach der Feier zu Würstchen und Getränken ein. Anschließend wurde das Johannisfeuer gesegnet und entzündet.
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