Die "Hölle" für die Devils

Markus Berwanger entgeht nichts: Der neue Devils-Trainer gibt in den nächsten zwei Wochen richtig Gas. Die Weidener arbeiten unter Profibedingungen. Bild: Gebert

Bei den Blue Devils weht ein neuer Wind, beim Eishockey-Oberligisten soll alles professioneller werden. "Da läuft alles ab wie in der DEL, da gibt es keinen Unterschied", beschreibt der neue Coach Markus Berwanger das zweiwöchige Trainingslager bis zum Saisoneröffnungsspiel am 29. August.

Weiden. (gb) Am Montag fiel bei den Blue Devils der Startschuss zur Vorbereitung auf die Saison 2015/16 in der Oberliga Süd. Und da wurde bereits deutlich, dass Markus Berwanger seine Aufgabe mit klaren Vorstellungen in Angriff nimmt. "Ich bin Profi-Trainer und wir werden alles professionell machen. Das lebe ich selbst vor und das verlange ich auch von den Spielern", sagt der 52-Jährige, der 70 Länderspiele absolviert und an drei Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Da sei es auch egal, ob die Spieler zur Schule oder zur Arbeit gehen, denn: "Sie haben sich für diesen Sport entschieden."

Täglich zwei Einheiten

Seit Montagabend läuft das Trainingslager, das mit dem Saisoneröffnungsspiel am Samstag, 29. August, um 16 Uhr, gegen den DEL2-Club ETC Crimmitschau endet. Bis dahin wartet harte und schweißtreibende Arbeit auf die komplett anwesenden Spieler. Berwanger plant täglich zwei Einheiten: entweder drei Stunden auf dem Eis oder jeweils zwei Stunden Athletik- und Eistraining. Dazu kommen viele Einzel- und Mannschaftsgespräche und sogar das gemeinsame Mittagessen steht auf dem Tagesplan.

Berwanger, der als Spieler mit Rosenheim drei deutsche Meisterschaften feierte und als Trainer viel Erfahrung mitbringt, hat alles bis ins kleinste Detail geplant. "In diesen zwei Wochen geht es weniger um Taktik. Der Schwerpunkt liegt auf Kraft, Ausdauer und der läuferischen Komponente. Das wird kein Zucker-schlecken für die Spieler", weiß Berwanger, der seit 2000 nicht nur als Cheftrainer wertvolle Erfahrungen sammelte, sondern auch als Co-Trainer von Hans Zach. "Wer im Sommer wenig oder nichts getan hat, für den wird es schwer", sagt der Devils-Coach, dessen erster Eindruck positiv ist. Die jungen Weidener Spieler haben im Sommer mit Peter Hampl, die anderen individuell trainiert.

Eine Prognose sei zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, aber in einem sind sich alle einig: Eine weitere "Seuchen-Saison" - wie zuletzt zwei Mal hintereinander - darf es nicht geben. "Wir haben ein gemeinsames Ziel, wir wollen in die Play-offs", sagt Berwanger, und Team-Manager Christian Meiler unterstreicht: "Der achte Platz muss unser Ziel sein."

Kader ausreichend besetzt

Beide wissen aber auch, dass man dafür das "nötige Quäntchen Glück braucht und die Spieler funktionieren müssen, auch menschlich". Berwanger ist überzeugt, dass der Kader mit 2 Torhütern, 9 Verteidigern und 13 Stürmern ausreichend besetzt ist. "Die Quantität ist da, aber auch die Qualität."

Als wichtige Aufgabe betrachtet es der 52-Jährige auch, in Zusammenarbeit mit Peter Hampl junge Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. "Es wäre doch schön, ein paar Weidener Jungs auf dem Eis zu sehen, eventuell sogar welche, die den Takt vorgeben." Sicher nicht unmöglich, wenn die Talente den professionellen Weg ihres Trainers mitgehen.
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