Die Ideen gehen nicht aus

Teamleiter Gerhard Mark (Dritter von rechts) zeichnete zum 50. Jubiläum der KAB Hütten treue Mitglieder aus. Von links: Alfred Braun (50 Jahre dabei), Richard Birner (50 Jahre), Johann Dobmann und Gerlinde Dobmann (beide 25 Jahre), Hans Reichl, Klara Braun (beide 50 Jahre), Stadtpfarrer Bernhard Müller, Marianne Gissibl (50 Jahre), Gerhard Mark, Margarete Birner (25 Jahre) und Bürgermeister Edgar Knobloch. Bild: myd

Aktives Vereinsleben in Hütten hat seit vielen Jahren Tradition. Das beweist auch der KAB-Ortsverbandschichte. Jetzt feierten Mitglieder und Gäste das 50. Gründungsjubiläum.

Mit dem Ziel, sich mit religiösen Fragen und sozialen Problemen auseinanderzusetzen, wurde am 27. Juni 1964 ein Ortsverband der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) ins Leben gerufen. Die staade Zeit nutzte Teamleiter Gerhard Mark für die Feier des 50-jährigen Jubiläums mit Rückblick und Ehrung treuer Mitglieder. Einen besonderen Platz nimmt hier Gründungsmitglied Klara Braun ein. Sie ist unermüdlich aktiv und leitet mit viel Elan den Seniorenkreis.

Mark erinnerte daran, dass bei der Wahl am 27. Juni 1964 Werner Palecki und Klara Braun als Vorsitzende gewählt wurden. Die Posten der Stellvertreter übernahmen gemeinsam Karl Aumüller und Mariele Schneider. Als Schriftführer wurde Konrad Mark jun. gewählt und als Kassier Wolfgang Rettinger. Gleich im Folgejahr wurde das Dreikönigssingen wieder eingeführt. Im Sommer 1965 wurde das Banner gesegnet, 1969 die von Werner Palecki geschnitzte Nepomuk-Statue. Zuvor war eine Nepomuk-Statue von Unbekannten entwendet worden.

Initiative gegen Fluglärm

Der Ortsverband setzte sich ein für die aktive Mitarbeit in der Pfarrgemeinde, die Pflege des "Familiengeistes", organisierte Vorträge über aktuelle Themen und weitere Zusammenkünfte. Legendär waren die Faschingsveranstaltungen im Gasthof Schönberger, die großen Anklang fanden. Groß war auch das Interesse an Einkehrtagen und Schulungen zu sozialen, familienpolitischen und kirchlichen Themen.

Damals etwas Besonderes war zum Beispiel der Vortrag "Rente für Mütter, weil's gerecht ist". Eine Unterschriftenaktion in Grafenwöhr und Hütten untermauerte dieses Anliegen, das viel später umgesetzt werden konnte. Bereits 1979 gründete sich eine Bürgerinitiative gegen Fluglärm, die ebenfalls Unterschriften sammelte. Die Planung des großen Spielplatzes beim Kindergarten hat die KAB Hütten bereits 1975 initiiert. Gelder mussten erwirtschaftet werden und Gespräche mit der Stadt Grafenwöhr fanden statt. 1977 wurde der Spielplatz eingeweiht, der seitdem von der KAB gepflegt und immer wieder erneuert wurde. Im gleichen Jahr wurde ein Jugendraum im neu entstandenen KAB-Heim eröffnet.

Das erste Hüttener Adventssingen fand 1979 in der Josephskirche statt. In all den Jahren fanden regelmäßig Vorträge zu verschiedensten lebenspraktischen oder religiösen Themen, Erste-Hilfe-Kurse oder Ausflüge statt, was den guten Zulauf der KAB Hütten erklärt. 1982 konnte der Verein bereits sein 71. Mitglied begrüßen.

In all den Jahren wurde zusammen-geholfen beim Schmücken der Kirche, des Altars und des Erntedanktisches, bei der Sternsingeraktion und beim Legen des Blumenteppichs an Fronleichnam. Noch immer eine große Aufgabe ist die Instandhaltung und Pflege des Kinderspielplatzes. Vor etwa 15 Jahren hat Klara Braun einen Seniorenkreis ins Leben gerufen, der sich zu verschiedenen Aktivitäten wie Tanzen oder Ausbuttern trifft und die Geselligkeit pflegt.

Mit besinnlichen Gedanken zur Adventszeit sorgte Stadtpfarrer Bernhard Müller für eine kurze Zeit der Andacht im Rahmen der Feierstunde. Gerhard Mark, der seit 2012 als gewählter Teamleiter die Führungsrolle inne hat, freute sich, im Beisein von Präses Bernhard Müller und Bürgermeister Edgar Knobloch treue Mitglieder auszeichnen zu dürfen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hütten (506)12-2014 (6638)
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