Die Jugend soll mitreden dürfen

Die Jugend soll mehr für Politik und das gemeindliche Geschehen interessiert werden. Die Gründung eines Jugendgemeinderats könnte in Neukirchen ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Der Jugendbeirat soll den Anliegen dieser Generation Gehör verschaffen, schilderte der Jugendbeauftragte Michael Rösel. Ein Vorbild könnte die Arbeit des Jugendmarktrats in Königstein sein. Dort können Jungen und Mädchen zwischen 13 und 24 Jahren dem Gremium angehören, das einen Jugendbürgermeister sowie einen Stellvertreter wählt.

Zu den Aufgaben dieses Gremiums soll die Beratung des Gemeinderates bei Jugendthemen gehören, eigene Projekte und der Kontakt und die Zusammenarbeit mit Vereinen, die Nachwuchsarbeit betreiben. Um dem Jugendgemeinderat zu ermöglichen, Veranstaltungen und Projekte kurzfristig zu verwirklichen, soll ihm ein Haushalt von mindestens 1000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Mitglieder sollen das Geld eigenständig verwalten.

Arbeitsgruppe bilden

Der Gemeinderat wird nun eine Arbeitsgruppe bilden, um die Gründung vorzubereiten. In den nächsten Wochen wird ein Treffen mit allen interessierten Gemeinderäten stattfinden, bei dem die weiteren Schritte und ein Zeitplan bis zur Gründung eines Jugendgemeinderates besprochen werden.

Die Fraktion der Unabhängigen Bürgerliste beantragte, dass die Verwaltung nachforscht, ob bei der Gemeinde Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden, die Glyphosat beinhalten. Diese Prüfung sollte sich auch auf den Schulverband Neukirchen, den Schulverbund Neukirchen-Königstein und alle Wasserversorgungen, die das Gemeindegebiet beliefern, erstrecken. Zur Begründung führte der Fraktionsvorsitzende Hans Zacharias an, dass Glyphosat inzwischen als wahrscheinlich krebserregend eingestuft werde. Der Gemeinderat sollte deshalb eine Verwendung verbieten.

"Dieses Unkrautvernichtungsmittel wird nicht mehr bei der Gemeinde und in den verschiedenen Verbänden verwendet", sicherte Bürgermeister Winfried Franz zu. Auch Privatpersonen könnten eigentlich solche Mittel nicht erwerben, da sie dazu, wie die Landwirte, einen Sachkundenachweis für Pflanzenschutzmittel besitzen müssten, ergänzte 3. Bürgermeister Herbert Pilhofer.

Es gehe nicht darum, ob die Anwendung noch legal sei: "Der Gemeinderat kann mit einem Verbot ein Zeichen setzen", betonte Hans Sebald. Auch Irene Sperber sprach sich für ein Umdenken aus; nicht nur im öffentlichen, sondern auch im privaten Bereich. Einstimmig war das Gremium für ein Verbot des Mittels. Gleichzeitig wurde Bürgermeister Franz aufgefordert, dies auch in die verschiedenen Verbände zu tragen.

Energie einsparen

Bei der Einsparung von Energie stehe Neukirchen im Vergleich zu anderen Gemeinden der gleichen Größe gut da, resümierte der Energieberater der Gemeinde, Leonhard Rösel. Er berichtete von einer Tagung des Projektes Energiecoaching für Gemeinden 2015/2016.

Dabei wurden der Ablauf und die Ziele des Projekts vorgestellt, das vom Energiecoaching für Gemeinden 2015/2016 in Weiden ausgerichtet wird. Bei den Tagungen im Herbst werden die bisherigen Ergebnisse präsentiert.
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