Die "Juleica" für alle

Skiwochen, Technikferien, Jugendaustausch und Tagesfahrten - der Kreisjugendring (KJR) hat sich für 2015 wieder einiges vorgenommen. In der Herbstvollversammlung war Zeit für Rückblicke und Planungen.

Windischeschenbach. (bgm) Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es im Landkreis Neustadt das Fifty-Fifty-Taxi. Junge Leute zwischen 14 und 21 Jahren können damit nach einem langen Abend in der Disco sicher nach Hause fahren - zum halben Preis. Der aktuelle Spendenstand erlaube noch weit über 1000 Touren. Oft fahren mehrere Jugendliche zusammen. "Dann sind das 2000 oder 3000 Jugendliche, die sicher nach Hause kommen. "Eine sehr gute Geschichte, die wir auch alle fortführen wollen und werden", betonte Vorsitzender Rupert Seitz und warb um weitere Spenden.

30 Jahre Stützelvilla

Das Jugendtagungshaus Stützelvilla besteht heuer 30 Jahre. Seit 1984 ist der Kreisjugendring (KJR) Betriebsträger und bietet Jugendgruppen, Schulen, Verbänden und kirchlichen Trägern Seminarräume und Übernachtungsmöglichkeiten. Auf dem Jugendzeltplatz in Neunkirchen zu St. Christoph zählte der KJR 949 Übernachtungen. "Der Zeltplatz liegt zwar etwas abseits im Landkreis, wird aber trotzdem immer wieder sehr gut angenommen", sagte Seitz.

Auch in der Drogenpräventionsinitiative "Need No Speed" engagiert sich der KJR. "Diese Prävention ist ganz, ganz wichtig", betonte Seitz. Nicht nur Jugendliche konsumierten Crystal, auch viele Erwachsene seien abhängig. Dieses Engagement gegen die verheerende Droge lobte stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger im Grußwort. "Ich komme aus Waidhaus und weiß, was da an der Grenze los ist", warnte die Bürgermeisterin.

Am 1. Juli trat Martin Neumann als neuer Geschäftsführer sein Amt an. "Mit seiner langjährigen Erfahrung, insbesondere auch als Vorsitzender des Kreisjugendrings, und mit bester Kenntnis der Stützelvilla hat er beste Voraussetzungen", unterstrich Seitz.

Der neue Geschäftsführer stellte den Haushaltsplan 2015 vor. Das Gesamtvolumen beläuft sich wie 2014 auf 675 250 Euro. "Es haben sich schon ein paar Sachen verschoben", sagte Neumann, für den es sein erster Etat war. Die Ausgaben für die planmäßig tariflich Beschäftigten fällt um 28 000 Euro höher aus. Grund ist das Ausscheiden des langjährigen Hausmeisters der Stützelvilla, Bernhard Baumann. Er geht in den Ruhestand. Um seinen Nachfolger einarbeiten zu können, werden kurzzeitig zwei Hausmeister gleichzeitig beschäftigt sein. Die 26 Delegierten stimmten dem Haushaltsplan einstimmig zu.

Martin Merkl vom Bezirksjugendring stellte die "Juleica"-Kampagne vor. Die Jugendleitercard - dafür steht die Abkürzung - können alle beantragen, die als Jugendleiter bei einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe oder der öffentlichen Jugendhilfe tätig sind. Die Antragsteller, die mindestens 16 Jahre alt sind und deren letzter Erste-Hilfe-Kurs nicht länger als drei Jahre zurückliegt, absolvieren eine 34-stündige Ausbildung. Dann gilt ihre "Juleica" für drei Jahre. Mit acht Fortbildungsstunden ist eine Verlängerung möglich.

Auch die Ehrenamtskarte

Als echten Mehrwert für die Jugendverbände sieht Merkl die Karte. "Gegenüber Eltern dient sie als Qualitätsstandard. Sie wissen somit, dass die Kinder und Jugendlichen in guten Händen sind. Die 'Juleica' ist ein überverbandliches Qualitätsmerkmal für gute Ausbildung", betonte Merkl.

Jürgen Preisinger, Vorsitzender des Kreisjugendrings Tirschenreuth, nannte als weiteren Vorteil, dass Besitzer der "Juleica" auch die Ehrenamtskarte des Landkreises bekommen und so von Vergünstigungen zum Beispiel bei Eintritten profitieren. "Unser Ziel ist die 'Juleica' für alle", lautete Merkls Fazit.
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