Die Kirche ist aufgerufen, sich bei der Hilfe für Flüchtlinge mehr zu engagieren
Drei Fragen an den Dekan

Dekan Alexander Hösl. Bild: dob
Immer mehr Flüchtlinge drängen nach Deutschland. Die Asylbewerberheime können den Ansturm kaum mehr bewältigen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat nun die Pfarreien dazu aufgefordert, mehr für die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zu tun. "Der neue Tag" fragte bei Dekan Alexander Hösl nach, wie er zu dem Thema steht.

Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wie man den Flüchtlingen konkret helfen könnte?

Hösl: Ich treffe mich demnächst mit unseren Pfarrgemeinderatssprechern, um darüber zu beraten. Mitte Oktober werde ich das Thema im Dekanatsforum auf die Tagesordnung bringen. Aber direkt in Vohenstrauß wird es schwierig, weil wir dafür keine Gebäude haben.

Könnte man in Vohenstrauß nicht das Pfarrheim oder das ehemalige Haus des verstorbenen Prälat Johann Ascherl dazu nutzen?

Das Pfarrheim wird ja im März abgerissen. Es sind auch keine sanitären Anlagen drin. Wir sind jetzt schon dabei den Lagerraum auszuräumen. Die Sachen kommen dann vorübergehend in das Prälat-Ascherl-Haus. Wenn uns jemand einen anderen Lagerraum anbieten würde, könnten wir schon Leute in dem Haus unterbringen. Aber nur bis Februar, weil wir das Gebäude dann als Ausweichquartier für unsere Vereine, die Jugend und den Chor brauchen.

Was könnte die Pfarrei sonst für die Asylbewerber tun?

Ich bin mit einigen Flüchtlingen in Waldau in Kontakt. An alle kommt man nicht heran, aber wenn man Einzelnen helfen kann, dann tue ich das. Das fällt für mich aber unter die ganz normale Seelsorge. Das sind persönliche Schicksale, die ich persönlich begleite. Aber grundsätzlich muss man sagen, dass das Problem schon massiv wird. Wir können als Kirche nicht weiter außen vor bleiben.
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