Die Klasse einen Tag lang gegen eine Apotheke tauschen, Aufgaben in einem Restaurant übernehmen oder Grünflächen pflegen - alles besser als ein gewöhnlicher Schultag? Für manche Jugendliche ist das vielleicht ein Argument.
Arbeiten und dabei Gutes tun

Nicht jeder Jugendliche mag Gartenarbeit. Geht es aber um den guten Zweck und die Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, finden sich wie am HCA immer Freiwillige. Bild: hfz
Sulzbach-Rosenberg. (tk) Dass es jedoch noch zahlreiche andere Gründe für ein persönliches Engagement am sozialen Tag gibt, davon überzeugten sich die Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums (HCA). Die Jugendlichen stellten dabei ihre Arbeitskraft gegen eine freiwillige Spende zur Verfügung. Mit gutem Beispiel voran gingen das Autohaus Meister, das Restaurant Mekong, die Burg-Apotheke und die Firma Intertek, die Schüler einen Tag lang für den guten Zweck engagierten.

Die Aktion ist Teil des P-Seminars "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Dem HCA wurde dieser Titel frisch verliehen. Damit verbunden ist die Bereitschaft der Schulgemeinschaft, sich gegen Diskriminierung jeglicher Art zu stellen und etwas gegen diese zu unternehmen. Der Erlös dieses sozialen Tages kommt dem Ernst-Naegelsbach-Haus zugute, somit auch den aus weltweiten Kriegs- und Krisengebieten stammenden, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die seit August vergangenen Jahres im Stadtgebiet betreut werden. Die Schüler aus dem P-Seminar und den 10. Klassen wurden für unterschiedlichste Arbeiten gebucht: Gartenarbeit, Mähen, Harken, Jäten, Streichen von Schuppen, Autoreinigung, Besorgungen.

"Die Motivation der Schüler, sich für den guten Zweck zu engagieren, war sehr groß", heißt es dazu einer Pressemitteilung des Gymnasiums. Die jungen Leute äußerten bei der Nachbesprechung sogar den einhelligen Wunsch, dass dieses soziale Konzept auch über die Stadtgrenzen hinaus auf eine größere Resonanz als bisher stößt.
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