Die Ladehemmung lösen

Christoph Hegenbart (links) ist normalerweise ein Garant für das ein oder andere Tor. Der SpVgg-SV-Stürmer steht aber gegen Don Bosco Bamberg nicht im Kader, da er derzeit nicht regelmäßig trainieren kann. Bild: G. Büttner

Das sind die Daten eines Kellerkindes: nur zwei Siege in neun Spielen. Die SpVgg SV Weiden kommt in der Bayernliga Nord nicht in Tritt. Gegen die DJK Don Bosco Bamberg soll am Freitag (19.30 Uhr) endlich die Wende gelingen.

Weiden. (ssl) Bei der SpVgg SV Weiden wurde im Vorfeld dieser Bayernligasaison immer wieder betont, dass es aufgrund des personellen Umbruchs eine schwere Runde werden wird. Dass die Elf von Trainer Tomás Galásek nach einem Viertel der Spielzeit nur auf Platz 15 und somit auf einem Relegationsplatz zur Landesliga steht, kommt dennoch sehr überraschend. So hat die SpVgg SV am Freitag um 19.30 Uhr im Sparda-Bank-Stadion bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ein absolutes Schlüsselspiel vor der Brust, wenn mit dem Tabellendreizehnten DJK Don Bosco Bamberg ein weiteres Kellerkind der Liga gastiert. "Wir sind uns bewusst, dass wir dieses Spiel nicht nur gewinnen wollen, sondern auch müssen. Ich bin gespannt darauf, wie die Mannschaft damit umgeht," fordert Galásek einen Sieg, aber auch gleichzeitig Geduld ein: "Ich habe in den neun Spielen bisher noch keine Mannschaft gesehen, die uns total überlegen war. Es fehlen immer Kleinigkeiten. Das Team ist immer noch im Aufbau, aber trotzdem müssen wir jetzt punkten."

Gerade einmal elf Tore in neun Spielen zeigen, wo bei der SpVgg SV Weiden der Schuh drückt. Nur vier Teams der ganzen Bayernliga haben aktuell weniger Treffer erzielt. Im Gegensatz dazu genügt lediglich die Defensive momentan gehobenen Ansprüchen und ist die viertbeste der Liga. Galásek glaubt dennoch weiter an seine Mannschaft und arbeitet daran, endlich die Chancenauswertung zu verbessern: "Im Training klappt es ja auch, wir müssen es nur umsetzen. Es wird Zeit, dass wir auch auf dem Platz zeigen, was wir können." Wichtig wäre es vor allem, einmal selbst das erste Tor zu erzielen, um dann nicht unter Druck zu stehen, den Rückstand egalisieren zu müssen.

Mit der DJK Don Bosco Bamberg gastiert nach dem ASV Burglengenfeld ein weiterer Aufsteiger am Wasserwerk. In der Landesliga Nordwest konnte die Mannschaft von Trainer Gerd Schimmer in der vergangenen Saison souverän den Meistertitel holen. Gerade einmal zwei Niederlagen und ein herausragendes Torverhältnis von 93:18 verdeutlichen die Dominanz in dieser Liga. Es konnte der Kader auch für die Bayernliga zusammengehalten werden. Dazu fassten die Gelb-Grünen schnell Fuß in der neuen Umgebung und sammelten für das gesetzte Ziel Klassenerhalt bereits zehn Punkte. Am vergangenen Wochenende hatten die Oberfranken im Derby vor 1200 Zuschauern sogar den FC Eintracht Bamberg am Rande einer Niederlage. Die DJK ist aber auch eine der wenigen Teams, die noch seltener einen Torerfolg bejubeln konnte (10 Tore) als die Weidener.

Riester kehrt zurück

Die SpVgg SV Weiden möchte den Bock natürlich endlich umstoßen und den den zweiten Heimsieg, nach dem Erfolg zum Auftakt der Hinrunde gegen den Würzburger FV (3:0), folgen lassen. Dafür steht Trainer Galásek ein ähnlicher Kader wie zuletzt zur Verfügung. Michael Riester kehrt nach seiner Sommergrippe zurück und soll für Belebung in der Offensive sorgen. Neuzugang Enis Saramati, der in Forchheim ein gutes Debüt feierte, ist angeschlagen, will aber auf die Zähne beißen. Nicht für das Aufgebot berücksichtigt wurden Rafael Wodniok und Christoph Hegenbart. Letzterer konnte zuletzt nur unregelmäßig trainieren, deswegen berief ihn Galásek nicht in den Kader.
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