Die Macher im Hintergrund

Viel Lob und zahlreiche Auszeichnungen gab es bei der Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie. Bild: hbr

Die Kolpingfamilie blickte hinter die Kulissen und würdigte die "stillen Arbeiter". Sie ehrte auch Mitglieder, die seit Jahrzehnten die Treue halten. Abfinden muss sich der Verein mit einem Abschied.

Vorsitzender Josef Birner junior blickte auf ein voll besetztes Jugendheim, als er zur Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie begrüßte. In seinem "etwas anderen" Rückblick setzte er nicht die Termine selbst in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, sondern beleuchtete die "Macher" hinter den Kulissen, deren Arbeit sich im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung abspiele und die an sich fast keiner beurteile.

Menschliches Gesicht

So beschrieb er die Planungen zur Tanzeinlage beim Kolping-Ball, die Vorbereitungen des Besinnungswochenendes, aber auch die Nikolausaktion. Vielleicht könne mancher seine Freizeit besser verbringen, gab Birner zu bedenken. "Aber auch sinnvoller?", stellte er in den Raum. Ihm werde für sein Engagement etwas zurückgegeben, lautete sein persönliches Resümee.

Präses Pfarrer Helmut Brunner würdigte ebenfalls diese "stille Arbeiter", deren Arbeit die Kolpingfamilie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Pfarrgemeinde werden ließ und dem Glauben ein menschliches Gesicht geben würde. Bezirksvorsitzender Albert Fischer sprach von einer "ehrenhaften Mitarbeit im Kolpingwerk" und stellte die geistliche Begleitung von Pfarrer Brunner in den Vordergrund. Dessen Wechsel in die Pfarrei Obertraubling bedauerte er sehr, da der Priester für ihn stets ein guter Gesprächspartner gewesen sei.

Bürgermeister Hans Frankl betonte, dass sich die Kolpingfamilie sehr gut ins gesellschaftliche Leben des Marktes einbringe. Die kulturelle und kirchliche Arbeit habe einen großen Stellenwert in Bruck. Die engagierte Jugendarbeit stelle eine Herausforderung dar, da es nicht einfach sei, junge Leute für christliche Werte zu begeistern.

Seit 65 Jahren dabei

MdL Joachim Hanisch bezeichnete die Brucker Kolpingfamilie als "Traditionsverein", deren Mitglieder mit Begeisterung bei der Sache wären und ein breites Themenspektrum abarbeiten würden. Abschließend wurde eine Vielzahl von Mitgliedern für ihre langjährige Treue zur kirchlichen Organisation ausgezeichnet. So sind Hans Jürgen Seidl, Wolfgang Schwarzfischer, Franz Rester, Diana Sinzger, Conny Birger und Evi Glöckl seit 25 Jahren dabei. Auf 40 Jahre bringen es Agnes Feuerer, Margot Pinapfel, Josef Wagner, Manfred Probst, Heidi Schmid und Helmut Ertel. Max Schwarzfischer, Joachim Hanisch und Wolfgang Schuierer blicken auf ein halbes Jahrhundert Kolpingfamilie zurück.

Sechs Jahrzehnte hält Josef Birner senior der Kolpingfamilie die Treue. Otto Pazdernik, Arnold Spindler, Simon Schmidhuber, Karl Schmidbauer sowie Rudolf Schmid sind seit 65 Jahren dabei.
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