Die Misere vor dem Tor

Der Mitterteicher Matthias Männl (links) klärt gegen den Chamer Johannes Bierlmeier. Mauricio Göhlert vom SVM beobachtet die Situation. Bild: Gebert

Freude beim Landesligisten SV Mitterteich (13./7) über den ersten Auswärtszähler der Saison. Damit dieser an Wert gewinnt, ist die Mannschaft aufgefordert, am Samstag um 16 Uhr nachzulegen. Allerdings gastiert mit dem SV Hutthurm (2./13) ein Team, das den Stiftländern letztes Jahr große Schwierigkeiten bereitete.

Mitterteich. (kap) 0:2 und 0:1 unterlag die Truppe von SV-Trainer Reinhold Schlecht den Gästen in der letzten Saison. Nur allzu gut erinnert er sich an die beiden Begegnungen. "Der Gegner hat uns einfach nicht gelegen. Er trat jedes mal äußerst kampf- und laufstark auf und bevorzugte eine etwas rustikale Gangart. Diese Spielweise bereitete uns große Probleme." Und da ist noch Gästetorjäger Benjamin Neunteufel, dem Schlecht größten Respekt zollt. "Über 90 Minuten ist er nicht zu sehen, aber im entscheidenden Moment schlägt er zu." So auch letztes Jahr. Ein Tor erzielte der 32-Jährige in Mitterteich, auf heimischen Gelände gelang ihm der 1:0-Siegtreffer. In dieser Saison traf der Ex-Bayernligaspieler von Schalding-Heining in sechs Spielen bereits vier Mal. Nach vier Siegen und einem Remis kletterten die Niederbayern aus dem Landkreis Passau klammheimlich auf den zweiten Tabellenplatz der Landesliga Mitte. Logischerweise strotzen sie nur so vor Selbstbewusstsein und erinnern sich nur allzu gern an die letzten beiden siegreichen Auftritte gegen Mitterteich. Aber auch die Gastgeber fühlen sich nach dem ersten Auswärtspunkt gerüstet für die schwierige Auseinandersetzung.

Großes Lob spendete Schlecht seiner Mannschaft nach der Partie in Bad Kötzting. "Zweieinhalb Stunden Fahrt, tropische Temperaturen und einige Spieler traten die Reise von der Arbeit aus an. Das verdient meinen größten Respekt." Aufgrund der zweiten Halbzeit hätte sie sogar den Sieg verdient gehabt. Schon zum zweiten Mal in dieser Saison sahen sich die Stiftländer vom jungen und unerfahrenen Schiedsrichter ungerecht behandelt, als er ihnen in der Nachspielzeit einen klaren Strafstoß verweigerte. "Ich hoffe, das gleicht sich im Laufe der Zeit aus", hakt Schlecht die Partie ab. Die Mittel, um den schweren Brocken Hutthurm aus dem Weg zu räumen, sind einfach. "Grundvoraussetzung ist, dass sich die Mannschaft viel bewegt. In Sachen Lauf- und Kampfbereitschaft muss sie den Gegner übertreffen." Natürlich beschäftigt Schlecht das leidige Thema Abschlussschwäche weiterhin. Fünf Tore aus ebenso vielen Spielen zeigen deutlich, wo der Schuh drückt.

Lavicka auf der Bank

Sehnlichst wartet der SV-Coach auf die Rückkehr von Manuel Dürbeck. Der 20-Jährige befindet sich im Lauftraining, wird also noch einzige Zeit benötigen. Auf der Bank nimmt zum ersten Mal die Neuverpflichtung Lubos Lavicka vom FC Franzensbad Platz.

SV Mitterteich: Scharnagl, Zettl, Mauricio Göhlert, Broschik, Müller, Ryba (?), Nedbaly, Hösl, Bächer, Wegmann, Drechsler, Weiß, Pirner, Lavicka, Riedlbauch
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