Die Nachwuchsfrage

Das Handwerk findet keine Auszubildenden mehr - diese Schreckensparole ist rund um Sulzbach-Rosenberg noch nicht Wirklichkeit geworden. Die Vorboten dieser Entwicklung aber sehen die Innungs-Obermeister schon. "In Weiden jammern die Bäcker gewaltig", hat Wolfgang Fischer in Sachen Mangel an Lehrlingen festgestellt. "Bei uns in der Region schaut es aber noch gut aus." Die meist kleineren Betriebe hätten über einen Zeitraum von drei Jahren einen Lehrling und aktuell seien noch alle Plätze besetzt.

Seit etwa fünf Jahren werde es in der Baubranche zunehmend schwerer, Berufsnachwuchs zu finden, sagt Hans Falk (Gnan &Köper). "Am Lohn kann es nicht liegen." Eher daran, dass man bei Wind und Wetter raus müsse. Da sei den meisten Jugendlichen ein Bürojob lieber. Wie kommt Falk dennoch zu seinen Lehrlingen? "Wir gehen laufend in Schulen und machen dort Werbung für unsere Berufe." Das bleibe nicht ohne Erfolg. Metzgermeister Hans Lotter setzt zudem auf die erfolgreiche Teilnahme an Leistungswettbewerben - "denn ein guter Name ist schon wichtig, dass die Azubis zu dir kommen". Darauf achteten auch die Eltern. (ll)
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