Die Quote hätte nicht besser sein können: Alle 14
Auch in Hölle geschehen Wunder

Alle 14 Neuntklässler bestanden den Quali. Die besten Ergebnisse erzielten Benedikt Seidl (hintere Reihe, Dritter von rechts) mit einem Notenschnitt von 1,77, Philip Kreller (vorn, Dritter von rechts, 2,33) sowie Selina Davis (zweite Reihe, Mitte) und Eric Höpfner (vorn, rechts, jeweils 2,38). Den Absolventen gratulierten Klassenleiterin Sabine Spindler (zweite Reihe, links), Konrektorin Claudia Piehler (zweite Reihe, rechts), stellvertretender Schulleiter Albert Daucher (hinten, links) und Bürgermeister A
Neuntklässler der Mittelschule Freudenberg traten zur Quali-Prüfung an und alle bestanden. Klassleiterin Sabine Spindler hatte guten Grund, auf ihre Schützlinge stolz zu sein. Denen mangelte es ohnehin nicht an Selbstbewusstsein. Ihr Abschiedsmotto lautete: "Auch Stars müssen einmal gehen!"

(u) Der Entlassfeier in der Schulaula war ein von Pfarrer Robert Kratzer in der Pfarrkirche St. Martin zelebrierter Gottesdienst vorausgegangen. Um das Motto "Ihr seid das Licht der Welt" symbolisch zu unterstreichen, überreichte der Geistliche jedem Schüler eine Schachtel Streichhölzer.

Konrektorin Claudia Piehler erinnerte zu Beginn der Feier an die neun Schuljahre der Absolventen. Erfreulich sei, dass alle einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben oder eine weiterführende Schule besuchen. Sie empfahl den Jugendlichen, weiter auf die eigenen Fähigkeiten und Talente zu vertrauen: "Macht euch stark, für das, was ihr wollt!" In der Schule hätten sie Biss und Durchhaltevermögen bewiesen.

Luftschlösser erlaubt

Nachdem der Chor unter Leitung von Lehrerin Ingrid Augsberger das Lied "Wenn der Sommer kommt" angestimmt hatte, verband Bürgermeister Alwin Märkl seine Glückwünsche mit dem Rat, immer positiv in die Zukunft zu blicken, auch wenn dies angesichts vieler negativer Ereignisse nicht immer leicht falle. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich überzeugt, dass die Entlassschüler ihren Weg gehen werden. Auf diesem seien Träume, Visionen und Luftschlösser ausdrücklich erlaubt. Es folgte der Song "Einmal um die Welt", dargeboten von der Schulband unter Leitung von Lehrer Simon Klösel.

Elternbeiratsvorsitzende Ilona Obermeier bestärkte die Jugendlichen in ihrer Aussage, "Stars" zu sein. Das Quali-Zeugnis sei ein guter Beleg dafür. Sie wies darauf hin, dass die Gesellschaft nicht nur Akademiker brauche, sondern genauso Handwerker. Nachdem die Siebtklässler in Badekleidung die Entlassschüler im Sketch "Im Freudenberger Freibad" ein wenig auf den Arm genommen und die Schulband den Song "Lass uns gehen" intoniert hatte, sang Schülersprecher Leander Brandelik eine kleine Lobeshymne auf Klassenleiterin Sabine Spindler. Sie habe ein großes Herz und immer ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Schüler gehabt.

Der "Werner-Ott-Preis"

An eine Reihe von Lehrern wurde für ihre außergewöhnlichen Leistungen der "Werner-Ott-Preis" verliehen. Mit der Namensgebung wollte man eine Verbindung zwischen dem ehemaligen Rektor Werner Schulz und der neuen Schulleiterin Marion Ott herstellen. Ausgezeichnet wurden Johanna Imgrund, Christine Schüller, Anita Hirsch, Pfarrer Robert Kratzer, Regina Rester-Achhammer, Simon Klöse, Claudia Piehler, Ute Beigel, Sekretärin Rita Bogner und Hausmeister Gerhard Greß. Die höchste Auszeichnung gab es für Sabine Spindler. Diese verglich die zurückliegenden drei Schuljahre mit einer Zugreise. Sie gestand, dass sie bei der Übernahme der Klasse befürchtet habe, dass manche den Zielbahnhof Quali wohl nie erreichen. Ihr sei das Lied "Das ist Wahnsinn - warum schickst du mich in die Hölle?" eingefallen. Bei der Ankunft am Zielbahnhof Quali sei ihr ein anderes Lied durch den Kopf gegangen: "Wunder geschehn, ich hab's gesehn!" Ihre Lehrversuche hätten tatsächlich gefruchtet.

Dem "Au Revoir" der Schulband folgte die Zeugnisausgabe, bevor Sabine Spindler die letzten drei Schuljahre Revue passieren ließ. Der Schülerchor beschloss die Feier, an die sich ein Sektempfang anschloss.
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