Die rechte und linke Hand Gottes

Dr. Piotr. Starmach (links) und Pater Markus Flasinski haben viel Arbeit vor sich. Sie betreuen vier Pfarreien und eine Filialkirche. Bild: swt

Seit 1. September arbeiten sie bereits in Auerbach. Am Sonntag, 27. September, werden sie um 17 Uhr bei einem feierlichen Gottesdienst eingeführt.

Die Patres Markus Flasinski und Dr. Piotr Starmach betreuen als Seelsorger und Pfarrer künftig die Pfarreien Auerbach, Michelfeld, Gunzendorf und Neuzirkendorf sowie die Filialkirche in Ranna.

Kein Unbekannter

Resurrektionisten-Pater Markus ist kein Unbekannter, war er doch von 1990 bis 1998 Kaplan in Auerbach und Gunzendorf. Im Juni dieses Jahres erfuhr er von seiner Versetzung nach Auerbach, zuvor war er zwölf Jahre lang Pfarradministrator in Bayreuth. "Es ist eine interessante Erfahrung für mich. Ich kenne die Leute noch, aber zu sehen wie und was sich alles verändert hat, ist schön. Die Offenheit ist groß."

Feste Zeiten

Nach einem ersten "Umschauen" will Pater Markus vor allem eines, wieder feste Gottesdienstzeiten. "Das wäre für alle Gemeinden schön", sagt der 52-Jährige. Das sei vor allem für die Stabilität wichtig, meint er, und hofft, mit diesen Vorschlägen auch die Gremien überzeugen zu können.

Die Kommunionvorbereitung in den Schulen ist ihm ein Anliegen. Weitere Wünsche sieht er in einer gemeinsamen Firmung. "Wir müssen unsere Kräfte bündeln, den Pfarreien-Verbund stärken." Dabei denkt Flasinski vor allem an die vielen Ehrenamtlichen, die Wortgottesdienste leiten, sich um die Gebäude kümmern oder in den einzelnen Gremien tätig sind. Erste Gespräche gab es bereits mit dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Eugen Eckert und mit Kirchenpfleger Wilhelm Schelz.

Aufgefallen ist dem Mitglied der Resurrektionisten auch, dass die Gemeinden musikalisch gut aufgestellt sind, dennoch mache sich auch hier der Nachwuchsmangel bemerkbar. So rührt der Pfarrer beim Gespräch mit unserer Zeitung gleich die Werbetrommel für den Kirchenchor, dem Männer- und Altstimmen fehlen. Als Schatz sieht er die gut gepflegten Gotteshäuser.

Weiterer Sprachkurs

Welche Aufgaben sich die beiden Patres teilen, wird der Lauf der Zeit zeigen. Starmach macht noch einen weiteren Sprachkurs, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Dann wird er sich wohl um die Ministranten kümmern. "Er ist schließlich jünger als ich", scherzt der Stadtpfarrer. Er selbst wird im Augenblick die meisten Aufgaben übernehmen, bis sich der jüngere Ordensbruder eingearbeitet hat. "Ich kenne noch vieles, tue mich also leichter. Pater Piotr ist übrigens kein Kaplan, sondern ein Mitarbeiter in der Pfarrei." In Bayreuth haben beide bereits zusammengewirkt. Dennoch sieht Pater Markus die Fülle der Aufgaben und hofft auf einen dritten Priester. "Der Bischof ist unterrichtet, wir haben den Wunsch ausgesprochen." Nun gilt es abzuwarten.

Zu Spannungen zwischen den Gremien in der Pfarrei in der Vergangenheit hält sich der neue Pfarrer bedeckt. "Mir ist nichts bekannt. Aber natürlich kann es in einer lebendigen Pfarrei auch Probleme geben. Dann ist es wichtig, dass man sachlich diskutiert und Klarheit schafft."

Zeichen setzen

Auch nach außen will der neue Pfarrer Zeichen setzen, mit eigener Stimme sprechen unter anderem auch in Sachen Ökumene. Den evangelischen Pfarrer Moritz von Niedner hat er bereits kennengelernt.

Bleiben werden zunächst die Besuche im Krankenhaus und in den Seniorenheimen. Dabei will Pater Markus auch Ranna nicht aussparen. Der zweite Sonntag im Monat soll künftig ein Taufsonntag sein. Auch das sei aus organisatorischer Sicht sinnvoll, meint er.

Gespräche gab es ferner in Sachen Jugendchor und -band, auch da gebe es Interesse. Wichtig sei, den vielen Ehrenamtlichen und den benachbarten Geistlichen aus dem Mutterhaus zu danken für ihr Engagement und ihren Einsatz. Er hofft, weiter auf sie zählen zu können.
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