Die Ruhe nach dem Sturm

Gemeindereferentin Gabriele Gabriel hatte ein Krippenspiel initiiert, das den Akteuren Spaß bereitete. Bild: rn

Zur Ruhe kamen die Eschenbacher zum christlichen Hochfest. Vorbei war die Hektik und Geschäftigkeit der vergangenen Wochen. Bei gut besuchten Gottesdiensten war Besinnung angesagt.

In der Pfarrkirche St. Laurentius begann an Heiligabend das weihnachtliche Zeremoniell mit der Krippenfeier für Kleinkinder am Nachmittag. Es folgte die Feier für alle Altersgruppen. Nach dem Lied "Ihr Kinderlein kommet" blieb Ruhestandspfarrer Helmut Süß bei dieser Altersgruppe und sagte: "Ich hoffe, es sind nur Kinder in der Kirche. Kleine und große Kinder." Er verkündete, dass der Begriff "geweihte, gesegnete Nacht" dargestellt wird.

Was ist "Heiliger Abend"?

Die Akteure an den Altarstufen zeigten keinerlei Scheu vor den zahlreichen Kirchenbesuchern. Eine Gruppe von Sprechern begleitete das Krippenspiel mit zum Teil flotten Sprüchen. Es begann mit der Bemerkung: "Heiliger Abend? Was ist denn das?" Man merkte es den jungen Schauspielern an, wie ihnen ihr Auftritt Spaß machte. Als sich das heilige Paar mit seinem Auftritt etwas Zeit ließ, tönte es: "Sie kommen nicht. Der Josef will nicht." Nach den Szenen Volkszählung, Herbergssuche und Auftritt der Hirten näherten sich die drei Könige. Wortgewaltig schallte es durch den Kirchenraum: "Der Heiland der Welt ist hier geboren. Friede auf Erden, Ende der Schmerzen."

Zu einem Hörgenuss wurde die Festmesse mit den beiden Geistlichen Helmut Süß und Thomas Jeschner am ersten Feiertag. Nach dem Einzug mit Orgelbegleitung und "In dulci jubilo" brachte der Projektchor der Pfarrei mit Kyrie, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei Teile der stimmungsvollen "Kleinen Festmesse in A/D" von Ignaz Reimann (1810 bis 1885) zum Vortrag. Unter Leitung von Joachim Steppert präsentierte sich der Chor als leistungsstarker Klangkörper. Als Begleitung fungierten ein Streicherquartett und Walter Thurn an der Orgel. Zur Kommunion erklang "Transeamus" von Joseph Schnabel (1767 bis 1831). Chorsätze bekannter Weihnachtslieder wie "Freut euch ihr Christen" oder "Kommet ihr Hirten", teilweise im Wechsel mit der Gemeinde gesungen, machten die Festmesse zum musikalischen Genuss.

In der Predigt verglich Jeschner die Zeit zu Christi Geburt mit der heutigen. "Jesus ist von den Hirten willkommen geheißen worden." Mit Blick auf das aktuelle Geschehen rief er dazu auf, an Flüchtlinge zu denken und sie willkommen zu heißen. Jeschner riet, sich Jesus als Vorbild zu nehmen. Für ihn sei es keine leichte Reise gewesen, als er mit seinen Eltern nach Ägypten fliehen musste.

Bischof kommt

Zum Ende der Festmesse kündigte Pfarrer Jeschner für den 1. Mai die Wiedereröffnung der Maria-Hilf-Bergkirche mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer an. Ihm gelte es, einen würdevollen Empfang zu bereiten. Seinem Amtsbruder Süß dankte er für die Hilfe während seines verletzungsbedingten Ausfalls. Die Besucher bat er, seine Weihnachtswünsche "an alle weiterzugeben". Seinen Dank an Chor und Musiker begleitete Applaus.
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