Die Runde ist wieder komplett

Das Team der Feldgeschworenen ist wieder komplett (von links): Bürgermeister Erwin Geitner, Georg Edenharter, Georg Reindl, Josef Spies, Feldgeschworenen-Obmann Hubert Haas, sein Stellvertreter Engelbert Müllner, Rudolf Schmucker und Vermessungsoberrat Gerhard Baumer. Nicht im Bild ist Josef Vogl aus Siegenhofen. Bild: sam

Die Marktgemeinde Rieden muss ausreichend Feldgeschworene haben - deshalb hat sie diesen Bereich neu geordnet.

Der verdiente und langjährige Obmann der Feldgeschworenen, Peter Hottner, ist plötzlich verstorben. Die langjährigen Feldgeschworenen Andreas Reindl, Georg Kotz und Georg Schmidt hatten aus gesundheitlichen Gründen gebeten, von ihren Ämtern entbunden zu werden. Deshalb musste der Bereich neu geordnet werden; der Marktgemeinderat bestimmte eine Gruppe mit sieben Mitgliedern.

Da lediglich die langjährigen und erfahrenen Feldgeschworenen Rudolf Schmucker aus Rieden sowie die beiden Siegenhofener Georg Reindl und Josef Vogl im Amt verblieben sind, mussten vier Feldgeschworene nachberufen werden, um wieder die Zahl von sieben Personen zu haben. Die Anzahl von sieben Feldgeschworenen kommt nicht von ungefähr, sie rührt vom geschichtsträchtigen "Siebenergeheimnis" her, was jedoch in Bayern nicht mehr einschlägig ist.

In geheimer Wahl

Um das Amt des Feldgeschworenen hatten sich fünf Interessierte beworben. In einer geheimen Wahl mit einfacher Stimmenmehrheit wurden Engelbert Müllner, Hubert Haas, Georg Edenharter und Josef Spies gewählt. Dies war im Marktgemeinderat, da die verbliebenen Feldgeschworenen diese Aufgabe dem Gremium übergeben hatten.

Alle sieben Mitglieder der Gruppe werden künftig für die Gemarkungen Rieden, Vilshofen, Siegenhofen und Taubenbacher Forst tätig sein. Die Einführung und Vereidigung der neuen Feldgeschworenen erfolgte im Sitzungssaal des Rathauses. Bürgermeister Erwin Geitner nahm den Männern den Eid ab, der sie zu gewissenhafter und unparteiischer Ausübung des Amtes auf Lebenszeit sowie zur Verschwiegenheit und damit verbundenem Siebenergeheimnis verpflichtet.

Über die Rechte und Pflichten der Feldgeschworenen informierte Gerhard Baumer als Vertreter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Amberg, das die Fachaufsicht innehat. Er führte die Männer außerdem in ihr Amt ein. Für den Antragssteller einer Vermessung diene der Feldgeschworene als neutrale Bezugsperson zur Bekräftigung und Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Abmarkung, erklärte Baumer. Aus der Mitte der Feldgeschworenen war schließlich ein Feldgeschworenen-Obmann zu wählen. Das einstimmige Votum fiel auf Hubert Haas aus Rieden, dessen Hauptaufgabe die Koordination der Dienstleistungen der Feldgeschworenen ist. Als stellvertretender Obmann wurde ebenso einstimmig Engelbert Müllner aus Vilshofen berufen.

Sechs Jahre als Obmann

Die Feldgeschworenen werden auf Lebenszeit bestellt, doch die Dienstzeit eines Obmanns umfasst sechs Jahre. Der Obmann ist über die Gemeindeverwaltung erreichbar, teilte der Markt Rieden dazu mit.
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