Die Techniker wirbeln Staub auf

Während Hermann Gnahn die Gäste begrüßt, plaudert Goglhof-Besitzerin Margarete Jäkel mit Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl. Die Schlichter Rentnerband hat derweil Pause. Bilder: hka (2)

Es war gut gemeint, als die Schlichter Rentnerband den Schneewalzer spielte. Genützt hat es nichts: Beim Sommerfest auf dem Goglhof ließ die Sahara grüßen. Obwohl die ersehnte Abkühlung ausblieb, ließen sich die Helfer am Backofen, am siedenden Schmalztopf und am Bratwurstgrill nicht unterkriegen.

"Gscheit ist er uns gewogen heuer, der Petrus", stellte Hermann Gnahn fest, als er auf der mit Zelten und Schirmen beschatteten Wiese die Besucher begrüßte. Der Vorsitzende des Freundeskreises Goglhof, Margarete Jäkel als Hausherrin des Freilandmuseums und der Edelsfelder Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl freuten sich über eine gelungene Kombination an Unterhaltung, Information und Oberpfälzer Schmankerln.

Es war das vierte Sommerfest, und es hat nichts an Anziehungskraft verloren. Das Wohnen und Arbeiten in früherer Zeit interessiert Besucher aus nah und fern. Margarete Jäkel führte im kühlen Wohngebäude durch die Stube, die Kuchl und den Hausboden. In der Scheune informierte eine Ausstellung über die Geschichte des Goglhofs und erzählte mit Bildern und Texten, wie Bauersleute aus Edelsfeld und den Dörfern ringsum früher lebten.

Museumstechniker Werner Luber und sein Helfer Walter Gnahn setzten die mehr als 80 Jahre alte Dreschmaschine wieder in Gang. Damit wirbelten sie in der Scheune jede Menge Staub auf.

Nicht mehr unter dem mittlerweile gefällten Apfelbaum, sondern unter einem schützenden Zeltdach spielte die Schlichter Rentnerband unter der Leitung von Hans Hufsky mit ihren Blasinstrumenten fleißig zur Unterhaltung. "Ganz unplugged", wie Hermann Gnahn ankündigte, und mit bekannten Stücken, die zum Hof und zum Fest passten.

Dorfstraße als Genussmeile

Die Dorfstraße in Eberhardsbühl wurde an diesem Sonntag zur Genussmeile. Edelsfelder, Bernrichter und Bodener Frauen boten Kaffee, Kuchen und Küchel an, die ganz frisch vor den Augen der Gäste gedreht und im siedenden Schmalz ausgebacken wurden. Gegenüber war das Iberinger Backofenteam am Werk. Fleißige Frauenhände stellten Zwiebelkuchen und Blootz her, die Oberpfälzer Version des Flammkuchens. Edi Eckl und Patrick Hempel ließen die runden, dünnen Fladen im Backofen des Goglhofs knusprig bräunen.

Respekt vor den Helfern

Vollbeschäftigung gab es auch beim Getränkeausschank, wo Kreisheimatpfleger Dieter Dörner mit anpackte, und am späteren Nachmittag am Bratwurstgrill. Dank und großer Respekt, auch von Landrat Richard Reisinger und dem Sulzbach-Rosenberger Altbürgermeister Gerd Geismann, galt allen Helfer-Teams: Sie hatten keine leichte Arbeit bei diesen Rekordtemperaturen.
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