Die Wartezeit ist vorbei. Nun steigt der Puls der "Jugend musiziert"- Kandidaten. Die Generalprobe vermittelte den Vertretern der Städtischen
Generalprobe echter Härtetest

Mit Stil meisterte Querflötistin Annette Knab die Herausforderungen ihres Wettbewerbsprogramm - am Klavier begleitete sie Lisa Milyukova. Bild: aks
Sing- und Musikschule (SMS) einen Eindruck, wie anstrengend und aufregend der Regionalentscheid heute wird.

Sulzbach-Rosenberg. (aks) Schulleiter Steffen Weber machte ernst und ließ alle zwölf Jungmusiker mit ihrem gesamten Wettbewerbsprogramm antreten. Am Ende hatte sich daher der angekündigte "Abend voller Musik" auf drei Stunden ausgedehnt und nicht nur den Jugendlichen einiges an Kondition abverlangt.

Redlich verdient

Auch Konzentration war gefragt. Vor allem Klavierlehrerin und Korrepetitorin Lisa Milyukova war viel im Einsatz. Ohne ihren Part am Steinway-Flügel kam fast keine der zwischen zehn und zwanzig Minuten dauernden Darbietungen aus. Die vorab überreichten Blumen waren also redlich verdient.

Vom musikalischen Standpunkt aus gab es nicht nur engagierte Darbietungen, sondern auch echte Entdeckungen: Annelie Frank, Ben Hartmann und Clemens Kigadye beispielsweise ließen ihre Altsaxofone vollkommen im barocken Klangkosmos aufgehen - als wären Sicilienne und Allegro für dieses Instrument komponiert. Die Phalanx der Querflöten mit Susanne Hiltl, Sebastian Schürfeld, Lisa-Marie Straller, Annette Knab und Lukas Wagner demonstrierte geschlossen Topleistungen - durchaus auch jenseits der harmonischen Zuhörer-Komfortzone. Eine Klasse für sich stellte, wie bei allen Teilnehmern, das blitzschnelle Umschalten zwischen den Stilepochen und das Aufgehen im jeweiligen Charakter dar. So etwas übt sich früh, wie Sarah Kiesel und Kira Lunkenheimer mit facettenreichem, vierhändigen Weber-Schumann-Fauré-Gastspiel demonstrierten. Nach ihrem beeindruckenden Auftritt im ersten Vorbereitungskonzert (wir berichteten) bestätigte Gitarristin Tanja Gebhardt in der Langversion ihre fingerfertige Begabung für gefühlte Interpretationen.

Heute noch mehr

Benedikt Trummer meisterte seine lange Wartezeit professionell und erfüllte den Saal der Berufsfachschule für Musik zum Abschluss mit Kraft und Glanz des Tenorhorns. Launig befand der zufriedene Schulleiter: "Schade, dass der Abend schon vorbei ist." Macht aber nichts, heute geht's weiter - mit noch mehr "Jugend musiziert".
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