Die Zeitfrage
Starttermin für Digitalfunk: 1. Januar 2016

"Das entwickelt sich positiver, als ich gedacht habe", ist der Amberg-Sulzbacher Kreisbrandrat Fredi Weiß sehr zufrieden mit dem Fortschritt bei der Umstellung auf Digitalfunk im Landkreis. Zwei Drittel der rund 850 benötigten Funkgeräte seien schon beschafft, etwa 400 sogar schon programmiert. Im ersten Halbjahr 2015 werde man diesen Akt größtenteils abschließen können.

Den internen Probebetrieb haben einzelne Wehren schon bei Faschingszügen geübt. Weitere Tests werden an Stellen vorgenommen, an denen der analoge Funk nicht gut funktioniert hat. Und bis Oktober werden laut Weiß auch noch einige Großschadensszenarien simuliert, bei denen 60 oder 70 Geräte miteinander im Einsatz sind.

"Und dann bin ich zuversichtlich, dass wir ab 1. Januar 2016 alle miteinander digital funken, auch im Ernstfall", sagt der Kreisbrandrat.

Die Geldfrage

Kein Pappenstiel: Die Umrüstung der Feuerwehren auf Digitalfunk kostet für die Stadt Sulzbach-Rosenberg 78 000 Euro. Die Kosten für den Einbau muss sie zu 100 Prozent selbst bestreiten, bei der Anschaffung der Geräte gab der Freistaat einen 80-Prozent-Zuschuss. Das waren 36 000 Euro.

Der Rosenberger Feuerwehrkommandant Jürgen Schloß lobt die Stadt in Sachen Finanzen wegen ihrer Haltung zu Neuanschaffungen in den vergangenen Jahren. In anderen Kommunen sei es oft der Fall gewesen, dass im Bereich des Analog-Funks schon seit fünf Jahren nichts Neues mehr gekauft worden sei, weil die Verantwortlichen gedacht hätten, die Umstellung auf digital stehe ohnehin vor der Tür. "Die Stadt Sulzbach-Rosenberg hat das anders gehandhabt. Sie war da immer sehr kooperativ", freut sich Schloß auch über die Wertschätzung für die Arbeit der Wehren, die aus dieser Haltung spreche. (ll)
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