Diese Niederlage schmerzt

Die Burglengenfelder Spieler ließen ihren Trainer Matthias Bösl im Regen sitzen, als sie sich bei Schlusslicht VfL Frohnlach eine 1:3-Niederlage leisteten. Bild: rid

Wieder einmal bewahrheitet es sich, dass der ASV Burglengenfeld gegen die "Großen" der Liga besser zurecht kommt, als gegen die vermeintlich schwächeren Teams.

Burglengenfeld. (bsb) Diese Niederlage wiegt schwer. Das 1:3 gegen den Tabellenletzten aus Frohnlach hat man beim ASV nicht eingerechnet - war es doch eines der Spiele, die für den Klassenerhalt so wichtig sind.

Der Schall des Anpfiffs war gerade verhallt, da musste ASV-Tormann Marco Epifani zum ersten Mal hinter sich greifen. Zehn Sekunden benötigte der VfL Frohnlach, um die Burglengenfelder Abwehr zu düpieren. Kevin Hartmann schloss den überfallartigen Angriff mit einem genau platzierten Schuss von der Strafraumgrenze ab - unhaltbar für Epifani (1.). Der ASV lief sich den Schock aus den Gliedern - überstand die erste Viertelstunde ohne weitere Nachteile und übernahm dann langsam aber sicher die Initiative. Doch der Lupfer von Alexander Fuchs prallte von der Latte ab. Obwohl der ASV immer besser ins Spiel kam, war der Ausgleich dennoch überraschend - und er war ein echter Epifani. Benjamin Epifani nutzte einen zu kurzen Rückpass zum Torwart und erzielte das 1:1. Doch mit ASV-Pech ging es weiter. Nach einer Ecke von Alexandros Dimespyra und einer Abnahme von Fuchs mit der Hacke landete der Ball wieder auf dem Querbalken (41.). Und Fuchs kam nochmals zu einer guten Chance: kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte er den Ball aus aussichtsreicher Position über die Latte (45.). Es sollte die letzte Gelegenheit für den ASV in diesem Spiel bleiben.

In der zweiten Hälfte brachen die Burglengenfelder ein. Eine neue Erfahrung - bisher spielte der ASV meist eine bessere zweite Hälfte. Auch die zweite Halbzeit begann der VfL mit einem schnellen Angriff. Yannick Teuchert nahm an der Strafraumgrenze eine Flanke volley - Epifani war zur Stelle (46.). Kurze Zeit später aber begab sich Frohnlach auf die Siegerstraße. Lukas Pflaum konnte sich kurz vor der Strafraumgrenze ohne Mühe den Ball zurechtlegen, abziehen und jubeln. 2:1 für Frohnlach und es war offensichtlich, dass es für die Burglengenfelder sehr schwer werden würde, wieder ins Spiel zu finden. Alexander Eckert sorgte dafür, dass auch der letzte Hoffnungsschimmer für die Burglengenfelder verschwand. Nach einer langen Ecke kam er an den Ball und schlenzte das Leder gekonnt in die lange Ecke - 3:1 (61.).

Gegenwehr kam vom ASV nicht mehr und auch die Gastgeber drosselten das Tempo. So blieb es beim 3:1 für den VfL, der in der Tabelle um zwei Plätze nach oben klettert und somit die rote Laterne wieder an den Würzburger FV weitergibt. Der ASV muss zum ersten Mal in der Saison auf einen Relegationsplatz.

Bei der Pressekonferenz sprach Matthias Bösl von einer bitteren Niederlage: "Ich habe noch die Worte meines Kollegen vom Hinspiel in den Ohren, wo er gesagt hat, dass es zwei Mannschaften auf Augenhöhe waren. Damals hatten wir die Nase vorne, heute Frohnlach. Nach der zweiten Halbzeit war der Sieg auch verdient. Mehr geht halt zurzeit nicht."
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