Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer beim Jubiläum in der Wendelin-Kirche in Trevesen
Lebendig im Glauben

Theresa und Victoria begrüßten den Bischof und überreichten ihm neben Blumen eine Chronik der Wendelinskirche. Bilder: lpp (2)

Es war eine Premiere für Trevesen, aber auch für Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer: Beim Gottesdienst zum Jubiläum der Wendelin-Kirche wollte dann auch viele Gläubige miterleben.

Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer aus Regensburg machte dem kleinen Ort Trevesen am Fuße des Steinwald zum 50. Weihejubiläum der Filialkirche Sankt Wendelin seine Aufwartung. Bei herrlichem Sommerwetter erwarteten mehrere Hundert Gläubige das Bistums-Oberhaupt mit einem von Fahnen begleiteten Festzug. Von der Dorfmitte aus, wo die Feuerwehr ihr 140-jähriges Gründungsfest beging, führte der Zug zum Gotteshaus auf den nahen Hügel.

Angeführt von den Steinwaldmusikanten unter der Leitung von Johannes Hecht stellten sich die Vereinsvertreter mit ihren farbenprächtigen Fahnen zum Spalier vor der Kirche auf, um den Bischof willkommen zu heißen. An seiner Seite zog Ortspfarrer Josef Waleszczuk und Pfarrer Konrad Kummer, der von 1968 bis 1989 Pfarrer von Pullenreuth war, in das mit Birken und Blumen geschmückte Gotteshaus ein.

Zum Gottesdienst gekommen waren neben vielen Gläubigen und Vereinsvertretern auch Bürgermeister Hubert Kraus und seine Amtskollegen Karl Busch aus Waldershof und Peter König aus Neusorg. Da die Kirche nicht alle Besucher fassen konnte, waren vor dem Gotteshaus Bänke aufgestellt Lautsprecher übertrugen die Messe.

"Gott ist die Mitte"

"Es ist das erste Mal, dass ein Bischof aus Regensburg nach Trevesen kommt", freute sich Pfarrer Waleszczuk und stellte die Geschichte des Gotteshauses St. Wendelin vor. Es sei die Aufgabe des Oberhirten, an die "Peripherie" zu gehen, betonte Voderholzer. Auch, wenn Trevesen auf der Landkarte am Rande des Bistums liegt, so sei es trotzdem Zentrum. "Denn dort wo Gott ist, ist die Mitte."

In seiner Predigt erkundigte sich Bischof Voderholzer nach Zeitzeugen, die die Weihe der Kirche vor 50 Jahren am 4. Juli 1965 durch Weihbischof Josef Hiltl miterlebten. Einige davon meldeten sich. Bezugnehmend auf das Tagesevangelium verdeutlichte er: "Wer ist Kirche?" "Nicht nur das aus Steinen errichtete Haus, sondern die Gemeinschaft derer, die Jesus als Retter ihres Lebens anerkennen, das ist Kirche." Er verglich die Gläubigen mit den Aposteln und zeigte den Kindern und Ministranten, welche Bedeutung die "Apostelleuchter" in jedem Gotteshaus haben. Voderholzer ging auch auf die bildlichen Darstellungen in der Kirche Sankt Wendelin ein.

Der Bischof dankte der lebendigen Pfarrgemeinde von St. Martin, zu der die Filialkirche St. Wendelin gehört, für ihr Engagement, den Pfarrern für ihre Dienste und all jenen, die sich um das Gebäude der Kirche gekümmert haben. Voderholzer sprach auch den Ministranten seine Anerkennung aus. "Ihr seid ein Beispiel für Jüngere, dass man das Christsein nicht verstecken muss." Er wünschte sich für Trevesen eine offene Kirche im wahrsten Sinne des Wortes. "Denn wo soll man denn mit seiner Trauer oder Freude hin, wenn nicht in die Kirche?"

Sein Dank ging auch an die vielen Mitfeiernden und die musikalischen Gestalter des Gottesdienstes. "Es gibt hier ein lebendiges Pfarrleben. Tragt diese Lebendigkeit weiter." Die Fürbitten sprachen Vertreter von Verbänden und Vereinen und schlossen die Freiwillige Feuerwehr Trevesen anlässlich ihres Jubiläums mit ein.

Die Feuerwehr aus Lochau unter der Leitung von Kommandant Andreas Heining unterstützte die Kollegen aus Trevesen. Zum feierlichen Kirchenzug mit Bischof Rudolf Voderholzer regelten sie den Verkehr und kümmerten sich, dass alle Besucher einen Parkplatz fanden.
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