Diplom-Biologin führt Exkursion entlang der "Alten Heeresstraße" von Neuwirtshaus bis zum ...
Baumbestand unter der Lupe

So manches am Wegensrand aufgespürte Detail hielt Mathilde Müllner (rechts) den Teilnehmern unter die Nase. Bild: fjo
Der Baumbestand entlang der "Alten Heeresstraße" stand im Mittelpunkt einer fachkundigen Führung mit Diplom-Biologin Mathilde Müllner. Auf ausreichend Interesse stieß am Sonntagnachmittag das Gratis-Angebot als Teil im Festprogramm zum 40-jährigen Bestehen des Naturparks "Nördlicher Oberpfälzer Wald".

Ausführlich ging die Expertin in Sachen Flora und Fauna zunächst auf die Gründung von Naturpark und Förderverein ein: "Hier war mehr oder weniger die Welt zu Ende, aufgrund der sehr undurchlässigen Grenze zu Tschechien." Um dennoch eine Entwicklung - vor allem in Bezug auf den Tourismus - zu schaffen, seien die Bestrebungen hin zu diesem Naturpark entstanden.

Gleich zum Beginn gab es umfangreiches Informationsmaterial kostenlos für alle Teilnehmer. Sogar eine einfache Lupe für genauere Betrachtungen war darunter. Dass nicht nur eine "Alte Heeresstraße" existiert, erfuhren die Teilnehmer im Folgenden: "Es gibt die verschiedensten Routen, je nachdem von welcher Herrschaftsseite sie ausgehen." Der ausgesuchten Ost-West-Verbindung zwischen Prag und Nürnberg durch ein "relativ altes Kulturland" räumte Müllner jedoch einen herausragenden Stellenwert ein: "Man weiß, dass hier schon in vorgeschichtlicher Zeit gegangen wurde."

Sonnenschutz bei Hitze

Der Ausgangspunkt bei Neuwirtshaus war auch bewusst gewählt: Von hier führte die Abzweigung direkt zur Friedrichsburg und nach Vohenstrauß hinein. Die begleitend angepflanzten Bäume entlang der alten Straßen sah die Diplom-Biologin während früherer Zeiten in vielfältigen Funktionen. Sei es als Sonnenschutz an heißen Tagen, zur Orientierung und als sinnvolle Nutzung öffentlichen Raums: "Es wurde jeder Quadratmeter genutzt. Die Menschen damals mussten ja davon leben." Entlang des informativen Spaziergangs, der fast bis zum Waldrand beim Taucherhof führte, stand die Vielfalt der Bäume, ihre Funktion und deren Wandel im Laufe der Jahreszeiten im Zentrum. So manche Erklärung zu Kräutern, Blumen und Gräsern am Wegesrand, wie auch zu Schmetterlingen oder Käfern, durfte dabei nicht fehlen. Und auf alle Fragen wusste die fachkundige Leiterin stets eine treffende Antwort.
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