Direkt und auf Umwegen

Der Schwarzenfelder Trainer Wolfgang Stier gibt Matthias Messmann noch Tipps. Bild: bwr

Es war schon die Vorentscheidung: Mit dem Sieg im Spitzenspiel der Kreisliga West steht der TSV Detag Wernberg kurz vor der Rückkehr in die Bezirksliga Nord. Der 1. FC Schwarzenfeld will den Umweg über die Relegation gehen.

Schwarzenfeld/Wernberg. (mr) Für Christian Luff werden das bewegende 24 Stunden. Am kommenden Sonntag könnte er mit dem TSV Detag Wernberg Meister in der Kreisliga West werden, am Montag steht für ihn die Lehramtsprüfung an einer Realschule in Bayreuth an. "Zwei Erfolge wären natürlich super", sagt er augenzwinkernd. Für die nächste Etappe in seinem beruflichen Leben ist er selbst zuständig, für den sportlichen Erfolg einen Tag vorher auch zum Großteil seine Mannschaft, die er zusammen mit Dominik Heimler trainiert.

Seit Samstag sind die Aussichten für die Wernberger Rückkehr in die Bezirksliga bestens. Nach dem 1:0-Sieg bei Verfolger 1. FC Schwarzenfeld und nun vier Punkten Vorsprung zwei Spieltage vor Schluss fehlt noch ein Sieg. "Noch sind wir nicht durch", sagt Luff zwar, "aber ich glaube daran und gehe davon aus, dass wir es gegen Nittenau schaffen." An den Sieg in Schwarzenfeld vor mehr als 500 Zuschauern hat er auch noch geglaubt, als alle schon mit einer Nullnummer rechneten. Drei Minuten vor Schluss traf Thimo Luff. "Ich wusste, dass sich Schwarzenfeld nicht mit einem 0:0 begnügen würde." Schwarzenfeld wollte den Sieg, machte auf, Wernberg nutzte einmal den Raum. "Meine Mannschaft ist einfach hungrig auf den Erfolg", freute sich Luff. Nach dem Abstieg vor einem Jahr bauten Heimler und er eine neue Mannschaft auf. "Es war wichtig, vor einem Jahr einen Schnitt zu machen", blickt der 25-Jährige zurück. Luff musste schon vor etwa zwei Jahren seine Fußballerkarriere wegen einer schweren Schulterverletzung beenden. Jetzt fiebert er an der Außenlinie mit, Heimler führte die Mannschaft auf dem Feld. Der verletzt sich allerdings gegen Schwarzenfeld schwer am Knie - der einzige Wermutstropfen am Samstag.

Für die Schwarzenfelder war es am Ende ein gebrauchter Samstag. "Ich denke schon, dass vom Spielverlauf her ein Unentschieden gerecht gewesen wäre", sagte Trainer Wolfgang Stier. Allerdings gab er zu, dass sein Team bis zum Strafraum zwar gut gespielt habe, dann aber ungefährlich gewesen sei. "Natürlich wollten wir auf Sieg spielen", meinte der Coach. "Ein Unentschieden hätte uns auch nicht gereicht." Der direkte Aufstieg ist zu 99 Prozent weg, jetzt will der 1. FC Schwarzenfeld über den Umweg Relegation wieder in die höchste Oberpfälzer Spielklasse zurück. "Wir trainieren gut, wir spielen gut", ist Stier ganz zuversichtlich. Ärgerlich ist nur, dass David Kruppa, der in der Vorrunde für viele Tore gut war, zuletzt nicht mehr trainieren konnte. So fehlt etwas im Sturm. "Die Achse Heinisch-Kruppa haben wir derzeit nicht mehr", sagt Stier.

Relegationsplatz zwei ist sicher, so will der Trainer seine Mannschaft in den letzten zwei Saisonspielen schon für die Relegation einspielen lassen. Dort steht schon fest, wer der erste Gegner ist. Der SV Lohberg. Die Mannschaft vom Fuße des Arbers belegt Rang zwei in der Kreisliga Ost. Mit einem Sieg ginge die Relegationsmühle erst richtig los, zwei weitere Spiele müssten die Schwarzenfelder wohl siegreich gestalten. Die Stier-Jungs sehen sich aber gewappnet. Und auch der große Konkurrent glaubt an den Aufstieg: "Von der Qualität her gehört auch Schwarzenfeld nach oben." Sagt - der Wernberger Trainer Christian Luff.
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