Diskussion nötig, Kompromisse unumgänglich

Als zweifelhaft wertete Erna Eckert Michael Horschs Erwartung, dass Landwirte, Lebensmittelverarbeiter und Handel in Deutschland TTiP aushebeln könnten: "Wenn das Abkommen Wirklichkeit wird, werden bestimmt nicht mehr Aldi oder Lidl und unsere Bauern den Kurs vorgeben, sondern das geschieht anderswo." Viele Verhandlungsdetails kenne man nicht einmal, weil die Gespräche geheim abliefen.

Horsch entgegnete, dass sein Vortrag als Denkanstoß zu verstehen sei. Er sei überzeugt, dass ein Abkommen für die außenhandelsabhängige deutsche und europäische Wirtschaft unausweichlich sei, und gerade deshalb wünsche er sich eine intensive Diskussion in Politik und öffentlicher Meinung.

Um Kompromisse werde die Lebensmittelbranche freilich kaum herumkommen, und es komme darauf an, diese solidarisch, eigenverantwortlich und geschickt so günstig wie möglich für sich und die Verbraucher zu gestalten. (bjp)
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